„Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten der Sächsischen Aufbaubank (SAB) für Unternehmen“

Heute
ging es insbesondere um die GRW-Förderung (Investitionszuschuss), den
Digitalisierungszuschuss, den „Sachsen-Kredit Universal“ und um die
Technologieförderung für KMU.

Katrin Gräfe, Kundenberaterin
der SAB (Foto:
Franziska Kessel - Quelle: SAB)
Aktuell
sei ein Antragsrückgang bei den GRW-Zuschüssen zu verzeichnen, was mit der
aktuellen Wachstumsschwäche der Wirtschaft in Zusammenhang zu bringen ist. Die
Unternehmen halten über alle Branchen aktuell ihre Investitionen zurück, da
Unsicherheiten und existenzielle Nöte, vor allem im gewerblichen Bereich kein
positives Klima für Erweiterungen sind (Anm. des Verf.). Es lohne sich aber
dennoch, so Katrin Gräfe, die GRW-Mittel mit guten Konditionen bis 2027
(aktuelle Fördereriode) lieber früher denn später zu nutzen, bis die nächste
EU-Förderperiode 2028-2034 beginnt. Um die GRW-Förderung in Anspruch zu nehmen,
müssen mindestens 50T€ investiert werden – es geht dabei vor allem um
Errichtungen, den Ausbau oder um die Diversifikation von Geschäftsprozessen.
Die GRW-Förderung steht für Gewerbliche Unternehmen, für die
Tourismuswirtschaft sowie für gemeinnützige außeruniversitäre wirtschaftsnahe
Forschungseinrichtungen (IFE) zur Verfügung. Förderfähig sind Maschinen,
Geschäftsausstattung, bauliche Investitionen aber auch immaterielle
Wirtschaftsgüter. Entweder werden Sach- oder Lohnkosten gefördert.
Voraussetzungen für die Förderung sind die Schaffung oder Sicherung von Dauerarbeitsplätzen und mittlerweile
auch Nachhaltigkeitskriterien – der max. Förderzeitraum beträgt 3 Jahre – die Mittel
müssen 5 Jahre zweckgebunden sein. Zuerst muss immer ein Antrag bei der SAB
gestellt werden und dies vor dem Abschluss von Liefer- und Leistungsverträgen.
Aktuell hat Sachsen C- und D-Fördergebiete – die Höhe der Förderung hängt davon
ab, in welchem Landkreis und mithin in welchem Fördergebiet das Unternehmen
agiert. In allen Fördergebieten sind beispielsweise 20% Basisförderung für
kleine Unternehmen möglich, die noch um weitere Förderungen erweitert werden können,
wenn es sich um ein C-Fördergebiet handelt.

Fördermatrix der SAB, Auszug aus dem Vortrag von Katrin Gräfe (Foto: Wirtschaftsrat)
Der
„Sachsenkredit Universal“ für Investitionen oder Betriebsmittel muss über die
Hausbank beantragt werden und er ist bis max. 3 Jahre tilgungsfrei, wenn es um
Investitionen geht – hier zudem sind bis zu 10% an Tilgungszuschuss möglich. Für
Digitalisierungsvorhaben (Digitalisierungszuschuss) wird die erbrachte Fremdleistung
des IT-Dienstleisters gefördert. Da sind für Kleinstunternehmen max. 60% der
Kosten förderbar. Das gilt für erstmalige „Heranführungsprojekte“. Für Transformationsprojekte, die durch
komplexe Prozesse gekennzeichnet sind, beträgt der Fördersatz 50%. Gefördert wird die Planung,
Konzipierung, Vorbereitung und Realisierung von Digitalisierungsvorhaben, aber
auch Kosten für Schulungen und im Einzelfall aber auch Hardwarekosten. Hier
gilt eine Mindestinvestition von 5.000€ - das Vorhaben sollte aber nicht länger
als 12 Monate andauern. Für Innovationen gibt es u.a. die InnoPrämie als
Förderinstrument. Externe Dienstleistungen für beispielsweise Tests, Programmierung, die das KMU selbst nicht
abdecken kann, müssen eingekauft werden und können entsprechend gefördert
werden. Ein Zuschuss von max. 40.000€ ist hier möglich.
Wenn
ein „Innovationsassistent“ (MINT-Fachkräfteprogramm ist ein separates Programm)
benötigt wird, so sind die für diese aufzuwendenden Personalkosten bis zu 3
Jahre förderfähig. Will man Innovationen in einem Team mit Hochschul-Absolventen
durchführen, gibt es ebenfalls Fördermöglichkeiten für mehrere Innovatoren im
Personalbereich (MINT-Fachkräfteprogramm „InnoTeam“). Die Reduzierung von CO2
kann über das Programm „Energie & Klima“ gefördert werden. Voraussetzung
ist hier, dass durch die neue Maschine bzw. Anlage CO2 gegenüber der
Altmaschine eingespart wird. Je mehr das gelingt, umso höher sind die
Fördersätze. Ersatzbeschaffungen können entsprechend mit bis zu 70% gefördert
werden.
Wir danken Katrin Gräfe und
auch Julia Süß, Start-Up-Beraterin
der SAB und die für Gründer die erste Ansprechpartnerin ist, recht
herzlich für die ausführlichen Informationen und bleiben in Kontakt.