"Finden, Binden und Halten von internationalen Fachkräften in Sachsen"
Gemeinsam
mit dem Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen“ (WWS) durften wir den
Chancen und Herausforderungen bezüglich des Gewinnens, Haltens und Bindens von
internationalen Fachleuten auf den Grund gehen. Wir haben dabei klar
unterschieden zwischen Migration aus Asylgründen, Migration in die
Sozialsysteme und Migration in den Arbeitsmarkt. Auf letztere haben wir uns in
unserer Konferenz konzentriert und durften viele wertvolle Hinweise aus der
unternehmerischen Praxis mit nach Hause nehmen.

Dr. Dino Uhle, Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates in Sachsen, bei seiner Begrüßung (Foto: WWS)
In einer
globalisierten Arbeitswelt sind die Rekrutierung und Bindung internationaler
Fachkräfte für die sächsische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Die
Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen hängt aktuell maßgeblich davon ab, wie
gut wir als Arbeitgeber wahrgenommen werden, welches Image der Freistaat
Sachsen im Ausland hat und welche Anreize wir bieten, um talentierte Fachkräfte
aus aller Welt für uns zu gewinnen und langfristig zu halten. Eins steht dabei
fest, wir müssen insgesamt schneller werden, wenn es um die Integration von
ausländischen Potenzialen in den Arbeitsmarkt geht – Gesetze müssen so
ausgelegt und ggf. verändert werden, dass eine schnelle Nutzung von
ausländischen Fachleuten auf dem deutschen Arbeitsmarkt gelingt. Die Voraussetzung
dafür ist allerdings wirtschaftliche Stärke, die Unternehmen im Land hält,
ausländische Unternehmen anzieht und diesen Investitionsanreize in Deutschland
und Sachsen bietet. Denn gehen Unternehmen in die Insolvenz oder verlagern die
Produktion ins Ausland, sinkt die Nachfrage nach Arbeitskräften, unabhängig
davon, ob es sich um in- oder ausländische Arbeitskräfte handelt.
Wachstumsraten von 0,3 Prozent in Deutschland sind hier eindeutig zu wenig.

Sylvia Pfefferkorn, Vorstandsmitglied WWS (Foto: WWS)
Wir
konnten gemeinsam über Strategien nachdenken, um Sachsen als attraktiven
Standort zu positionieren. Wie gelingt es uns, internationale Talente zu
gewinnen und sie von den Vorzügen eines Arbeitslebens in Sachsen zu überzeugen?
Welche wichtigen Schritte sind erforderlich, um diese Fachkräfte nicht nur zu
gewinnen, sondern sie auch langfristig, d.h. über den ersten Arbeitsplatz
hinaus, an unsere Unternehmen zu binden? Diesen Fragen sind wir in unserem
Meeting nachgegangen und konnten aus erster Hand erfahren, welche Maßnahmen erfolgreich
umgesetzt werden können, um über den Arbeitsmarkt eine bessere Integration in
die Gesellschaft (Grundgesetz, Sprache, Ehrenamt) unter Akzeptanz unserer Werte
und unseres Miteinanders zu schaffen.

(Foto: WWS)
Wir
danken allen Beteiligten an der Veranstaltung, namentlich Geert Mackenroth,
unserem LFK-Vorsitzenden, Dr. Axel Schober, Thomas Richter und Jasmin Wolf von
der SachsenEnergie AG, Marco Rutzke (Geschäftsführer NetTask) und insbesondere
Sylvia Pfefferkorn (Vorstandsmitglied WWS) für deren Input sowie Romina
Tancetti (WWS) für die gelungene Organisation der Veranstaltung.