"Grill & Golf" 2024

Nun schon zum 9. Mal organisierte die
Sektion Zwickau im sächsischen Wirtschaftsrat unter Federführung von
Sektionssprecher Michael Stoye unser Event „Grill & Golf“ auf und mit dem
Golfplatz Zwickau. Das mittlerweile zu einem wirklichen Highlight innerhalb des
Wirtschaftsrates gewachsene Event verbindet interessante Vorträge, Golf spielen
und ein wunderbares Grill-Büfett - hier treffen in ungezwungener Atmosphäre
Amateure und Profis aufeinander - ein wunderbares Miteinander sowie gute und
informative Gespräche.

Begrüßung der Mitglieder und Gäste durch Dr. Dino Uhle, Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates in Sachsen (Foto: Wirtschaftsrat)
Erklärung der
Regeln durch den Sektionssprecher Michael Stoye (Foto: Wirtschaftsrat)
Diesmal durften wir die
Geschäftsführerin des Business and Innovation Centre (BIC) Zwickau, Melanie
Kögler, und Torsten Kunz, Amtsleiter der Wirtschaftsförderung Zwickau, als
Referenten begrüßen. Torsten Kunz wies insbesondere auf das Spannungsfeld in
der aktuellen Aufgabenzuschlüsselung in Sachen Wirtschaftsförderung Zwickau
hin. Hier gibt es noch einen gewissen Abstimmungsbedarf zwischen BIC, IHK,
Wirtschaftsförderung, Sparkasse, Stadt und Landkreis, um insbesondere
Doppelarbeiten zu vermeiden. In die gleiche Richtung zielt das von unserer
Sektion Zwickau gemeinsam mit der WHZ entwickelte und bald veröffentlichte „Handlungskonzept
Zwickau 2040“ (Fünf-Punkte-Programm der Sektion, dem eine Umfrage über die WHZ
vorgeschaltet wurde - siehe Link am Berichtsende), welches sich u.a. in Sachen „wirtschaftliche Belange“ der regionalen
Unternehmen einen einheitlichen Ansprechpartner mit klarem Ressort-Zuschnitt
wünscht.

Torsten Kunz, Amtsleiter Wirtschaftsförderung Zwickau, bei seinem Impulsvortrag (Foto: Wirtschaftsrat)
Melanie Kögler ging in ihrem Vortrag
auf die Neuausrichtung des BIC zur Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Region
Zwickau ein. Dies hätte aus Sicht des Wirtschaftsrates in Zwickau tatsächlich
das Potential zu einer derartigen einheitlichen Anlaufstelle für die regionale
Unternehmerschaft. Da aktuell z.B. die Unternehmensnachfolge im
Kompetenzbereich der IHK liegt, gilt es hier Synergien zu erschließen und eine
reibungsfreie Hilfeleistung – aus einer Hand – anzubieten. Künftig solle die neu
strukturierte Wirtschaftsförderungsgesellschaft u.a. Innovationen greifbar und
erlebbar machen, die Markensichtbarkeit erhöhen und neue Technologien aus der
Region befördern. Der Fokus liegt hier eindeutig auf kleinen und
mittelständischen Unternehmen. Auch auf die Vorteile des in der der jüngst
sanierten Villa Falck untergebrachten Gründerzentrums „Gründerzeit Zwickau“ mit
Konferenzraum, Community-Lounge, Workshopraum und CoWorking Space ist Melanie
Kögler eingegangen.

Melanie Kögler, Geschäftsführerin der BIC Zwickau, bei Ihrem Vortrag (Foto: Wirtschaftsrat)
Auch die aktuelle Schieflage von VW
kam zur Sprache. Hier stehen – bei einer Werkschließung in Zwickau – 9.400
Arbeitsplätze unmittelbar und unter Beachtung der breiten Zulieferer-Industrie 60.000
weitere Arbeitsplätze in der Region (die Stadt Zwickau hat ca. 90.000
Einwohner) auf dem Spiel – damit würde die gesamte Region massiven
wirtschaftlichen Schaden nehmen, wenn das Werk in Zwickau die Tore schließen
müsste. Hieran zeigt sich, dass eine Abkehr von einer technologischen
Offenheit, wie es ein Verbrenner-Verbot darstellt, keine Maxime
marktwirtschaftlichen Handelns ist und dass derartige, politisch motivierte
Ambitionen unterlassen werden müssen, um weitere Wohlstandsverluste von
Regionen, ja sogar der gesamten deutschen Wirtschaft, zu verhindern.
Der Staat war und wird noch nie der
bessere Unternehmer sein! Aktuell wurden Tarifverträge bei VW arbeitgeberseitig
aufgekündigt – Jobgarantien sollen wegfallen. Daher stimmt der Titel der
Frankfurter Rundschau vom 06.09.2024: „Wenn VW hustet, ist Zwickau krank“ (siehe Link am Berichtsende). Vielleicht wäre künftig ja auch eine Umrüstung auf eine einheitliche
Produktionslinie, auf welcher Verbrenner, Hybride und Elektroautos gleichzeitig
hergestellt werden können, ein Weg zur Lösung der aktuellen Lage. BMW fährt
diese Strategie und dies nach wie vor mit gutem Erfolg.
Am Ende des Abends wurden natürlich
wieder einige Golf-Amateure und -Profis auszeichnet, die im „sportlichen“ Teil
des Events so viele Punkte sammeln konnten, dass es für den ersten bis dritten
Platz gereicht hat.

Siegerehrung (Foto: Wirtschaftsrat)
Wir bedanken uns bei allen
Beteiligten, zuvorderst beim Vorstand unserer Sektion in Zwickau, der das Event
organisiert hat und jedes Jahr finanziell bezuschusst. Herzlichen Dank auch an
das Team des Golfplatzes Zwickau, insbesondere an dessen Geschäftsführer,
Roland Meyer, der uns auch auf dem Grün erneut als kompetenter Trainer zur
Verfügung stand. Wir freuen uns schon auf September 2025, wenn dann das 10. Mal
„Grill & Golf“ im Golfplatz Zwickau stattfindet.
Roland Meyer, Geschäftsführer, Golfplatz Zwickau (Foto: Wirtschaftsrat)

Sektionssprecher Michael Stoye bei der Aufgabe „nearest to the pin“ (Foto: Wirtschaftsrat)

Golf-Anfänger bei der Aufgabe „longest drive“ (Foto: Wirtschaftsrat)