„Künstliche Intelligenz: Wie KI Unternehmensstrukturen verändert – Ein Überblick“
Im Rahmen unserer
Mitgliederversammlung der Sektion Leipzig hatten wir die Möglichkeit, uns über
das Thema KI (Künstliche Intelligenz) auszutauschen. Wir durften von Prof. Dr. Sophia Lux erfahren, wie die Künstliche
Intelligenz die Art und Weise der Organisationsstrukturen nachhaltig verändern
wird. Wir konnten zunächst Einblicke in die Welt der KI erlangen und konkrete
Anregungen für Unternehmen und Führungskräfte mitnehmen, um
Strategieanpassungen in einer sich immer schneller verändernden Welt
vorzunehmen.

Prof. Dr. Sophia Lux, Dozentin für BWL, iba - Internationale Berufsakademie Leipzig (Foto: Wirtschaftsrat)
Dabei ist KI kein neues
Phänomen, sondern existiert bereits seit 1950 (maschinelles Lernen). KI hat
durchaus Vorteile, wie wir seit der Anwendung von ChatGPT wissen, birgt aber
auch einige Risiken. Dennoch wird die KI noch stärker Einzug in unser aller
Leben halten – Unternehmen sind also angehalten, Künstliche Intelligenz frühzeitig und sinnvoll
einzusetzen und Fehlsteuerung frühzeitig festzustellen.
KI kann Entscheidungen
schneller und präziser treffen als es menschliche Fähigkeiten vermögen, sie
kann dazu beitragen, Routineaufgaben auf Computer zu delegieren, Abläufe
gezielt überwachen und bei spezifischen Auswahlprozessen emotionslos und
datenbasiert Hilfestellung leisten. Dies hat aber auch zur Folge, dass
langfristig ca. ein Viertel der Tätigkeiten in Unternehmen wegfallen werden. Im
Grunde wird KI einen Beitrag zur Lösung des Arbeitskräftemangels leisten. Viele
Verwaltungstätigkeiten, die aktuell noch überwiegend von Frauen ausgeübt
werden, würden allerdings wegfallen.
Im Jahr 2022 setzten
bereits 20 Prozent der deutschen Unternehmen auf KI-Lösungen. Vordergründig
setzen jedoch größere Einheiten, sprich Konzerne auf KI. So verlässt sich
mittlerweile der Konzern Unilever beim Recruiting komplett auf KI:
Bewerbungsgespräche werden dort durch „digitale Mitarbeiter“, sprich Avatare
durchgeführt. Die Charité wird bei der Diagnose von Krankheiten ebenfalls durch
KI unterstützt. KI ist auf Big Data (Große Datenmengen) angewiesen – je besser
also die Datenbasis, umso besser fallen die Entscheidungen der KI aus.

(Foto: Wirtschaftsrat)
Dabei dürfen aber die Risiken
von KI nicht übersehen werden, die durch rechenbasierte Auswahlprozesse
entstehen. KI neigt in manchen Fällen noch zu diskriminierenden Ergebnissen,
was es zu verhindern gilt. Dennoch: Organisationen sind angehalten, sich auf
die neueren Entwicklungen einzustellen, Hierarchien abzubauen und neue
Berufsbilder, wie KI-Berater, KI-Schnittstellenmanager und KI-Referenten bzw.
derartige Abteilungen aufzubauen, will man auch im Wettbewerb mit China
bestehen, wo aktuell die meisten KI-Prozesse Einzug in den (unternehmerischen) Alltag
gehalten haben.
unserem neuen Vorstandsmitglied in Leipzig, Prof. Dr. Sophia Lux, für die
überaus interessanten Einblicke.