„Mehr Unabhängigkeit durch Energie- und Ressourceneffizienz“

Veranstaltung der Sektion Vogtland mit Prof. Dr.-Ing. Bernd Märtner, Geschäftsführender Gesellschafter der M & S Umweltprojekt GmbH

Unsere Sektion
Plauen hat eingeladen in die M&S Umweltprojekt GmbH. Es ging insbesondere
um die Möglichkeiten jenseits fossiler Energieträger, um vor allem auch
Gewerbeimmobilien unabhängiger und gleichzeitig energieeffizienter
auszugestalten. Am Beispiel unseres Veranstaltungsortes konnten wir sehr viele
nützliche Hinweise aufnehmen. In der aktuellen Situation, in Zeiten der
Knappheit und unter dem Gesichtspunkt der preislichen Entwicklung von Energie
(Preisbremsen für Strom und Gas - Entlastungspakete der Bundesregierung) ging
es also um praktisch umsetzbare Möglichkeiten, insbesondere für kleine und
mittelständische Unternehmen, um durch gesteigerte Energie- und
Ressourceneffizienz ein höheres Maß an Unabhängigkeit von fossilen
Energieträgern betriebswirtschaftlich sinnvoll zu erreichen.

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v.l.n.r.: Prof. Dr. Bernd Märtner, Geschäftsführender Gesellschafter der M & S Umweltprojekt GmbH; Alexandra Glied, Sprecherin der Sektion Vogtland; Sven Opitz, Energieauditor der M & S Umweltprojekt GmbH (Foto: Wirtschaftsrat)

Professor
Bernd Märtner, Geschäftsführender Gesellschafter der M & S Umweltprojekt GmbH
und Energieauditor Sven Opitz, haben uns zunächst die wichtigsten gesetzlichen
Grundlagen einer höheren Energieeffizienz erläutert, bevor veranschaulicht
wurde, wie Energiedaten und Hauptverbraucher überhaupt erfasst werden können,
um daraufhin Einsparmöglichkeiten, insbesondere im geringinvestiven Bereich
einzuleiten. Dabei kamen alternative Energieversorgungsmöglichkeiten bei Neu-
und Bestandsbauten ebenso zur Sprache wie die praktischen Erfahrungen der
Referenten aus 14 Jahren des Betriebs eines energieoptimierten Büro- und
Laborgebäudes mit alternativer Energieerzeugung in Plauen.

So wird das
M&S-Geschäftsgebäude nicht mehr mit fossilen Energien beheizt – ist doch
die Energie nach den Personalkosten der zweithöchste Kostenfaktor in der
M&S. Prof. Märtner stellte heraus, dass man als Unternehmer Dinge einfach
auch einmal umsetzen muss und nicht in jedem Fall immer auf die Behörden warten
kann – genau auf diese Weise konnte sein Energieeffizienzgebäude in Plauen,
kurz nach der Wende, entstehen. Sven Opitz, Energiemanager der M&S
erklärte, welche Verbraucher relativ viel Energie (z.B. Heizung) benötigen und
ging auf den Prozess des Energie-Audits ein. Er machte transparent, dass man
mit wenigen kleinen Maßnahmen (z.B. durch Komplett-Trennung technischer
Bürogeräte vom Strom) und dem Einsatz diverser Temperaturmessgeräte inkl.
entsprechender Maßnahmen ca. 10-20 Prozent an Energie an Strom und Wärme
einsparen kann. Zunächst werden die Energieverbräuche (Abrechnungen etc.)
ermittelt, dann Alternativen eruiert, die CO2-Bilanz erstellt,
kennzahlenbasiert die Wirtschaftlichkeit diverser Maßnahmen abgewogen und die
einzuleitenden Schritte besprochen, bis diese im Unternehmen umgesetzt werden
können. Das Gebäude der M&S wurde von Anfang an so konzipiert, dass die
Energiebereitstellung auf den zu erwartenden Bedarf zeitlich ausgerichtet
worden ist. Wasserkreisläufe in den Decken (Kühlung) und Böden (Heizung),
Solaranlagen, spezielle Wandstärke des Gebäudes etc. machen den Standort zu
einem Vorzeigebeispiel gelebter Energieeffizienz und Energieeffektivität.

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v.l.n.r.: Michael Czerwenka, Inhaber der Czerwenka-Finanz und Mitglied im Landesvorstand Sachsen; Alexandra Glied, Sprecherin der Sektion Vogtland; Jörg Schmidt, Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzender der CDU Plauen (Foto: Wirtschaftsrat)

Sowohl der Stadtrat Jörg Schmidt, der
Wirtschaftsförderer André Körner und unsere Mitglieder gingen mit einem Zuwachs
an Erkenntnissen nach Hause, wobei wir vorher ein sehr leckeres Frühstück in
der M&S Umweltprojekt GmbH genießen
durften. Allen Beteiligten möchten wir an dieser Stelle recht herzlich danken.