"Polnisch-Sächsisches Wirtschaftstreffen"
Der Wirtschaftsrat in Sachsen hat die neue Arbeitsgruppe unter Leitung von Victor Kantelhardt, angebunden an die bereits
bestehende "Landesfachkommission Internationales", vertreten durch RA Dr. Axel Schober, ins Leben gerufen und sogleich mit Inhalten gefüllt. Ziel ist es, die
bestehenden Geschäftsbeziehungen zunächst zu Polen und perspektivisch zu
Tschechien weiterzuentwickeln.

Auftakt in der Wirtschaftsförderung Sachsen (Foto: Wirtschaftsrat)
In der Wirtschaftsförderung Sachsen
GmbH (WFS) fand unser erstes Folgetreffen mit Wirtschaftslenkern aus Polen
statt. Eröffnet durch den Geschäftsführer der WFS, Thomas Horn, der Einblicke
in die Wirtschaft, mit besonderem Fokus auf die Kernbranchen Automotive und
Mikroelektronik des Freistaates gegeben hat, wollten wir die Erwartungen der
anwesenden 25 polnischen Unternehmer an künftige internationale Kooperationen mit
sächsischen Unternehmen ergründen und schon erste Schlaglichter setzen.

Mitte: Thomas Horn, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (Foto: Wirtschaftsrat)
Marek Traczyk (Chef
der Handelskammer Warschau) und Tomasz Strykowski (Unternehmer und Mitglied im
Wirtschaftsrat Sachsen) stellten deutlich heraus, wie groß das beiderseitige Interesse
an vertieften geschäftlichen Beziehungen und mithin eine Zusammenarbeit zwischen
Sachsen/Deutschland und Polen im europäischen Binnenmarkt ist. Bereits am 14.
November 2023 hatte eine sächsische Delegation auf Initiative des
Landesgeschäftsführers im Wirtschaftsrat Sachsen, Dr. Dino Uhle, die Ehre, Gast in der
Handelskammer Warschau zu sein, um den Grundstein für die vertiefte Kooperation
zwischen sächsischen und polnischen Unternehmen zu legen. Dabei ist eines klar:
Beide Partner können wechselseitig voneinander lernen und profitieren.

v.l.n.r.: Tomasz Strykowski, Unternehmer und Mitglied im Wirtschaftsrat Sachsen; Marek Traczyk, Chef der Handelskammer Warschau; Victor Kantelhardt, Vorsitzender der Landesarbeitsgruppe Nachbarstaaten; Dr. Dino Uhle, Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates (Foto: Wirtschaftsrat)
Der Einladung des Wirtschaftsrates
sind CEOs renommierter polnischer Unternehmen, vordergründig aus den Branchen
Logistik/Transport, Software, Personal, Verpackungs-technologie, Energie,
Elektronik, Bau, Forschung, Consulting sowie internationales Recht gefolgt. Die
Veranstaltung wurde simultan übersetzt. Ziel war es zunächst, wechselseitig Vertrauen
auf- und kommunikative Hürden abzubauen. Es klang an, dass der deutsche Markt
hier und da noch Hindernisse für ausländische Marktteilnehmer, insbesondere in
größeren Marktsektoren, aufweist und es noch diskriminierende Nachteile z.B. bei
Ausschreibungen für polnische Bauunternehmen zu geben scheint. Diese gilt es
sukzessive abzubauen, um einen wirklich offenen europäischen Binnenmarkt umzusetzen.
In einem Brainstorming konnten wir verschiedene Marktbarrieren eruieren uns auf
den Weg eines B2B-Folgetreffens im kommenden Jahr begeben.

(Foto: Wirtschaftsrat)
Bei einem gemeinsamen Abendessen im
Dorint Hotel haben wir unseren Kontakt vertieft, zueinander gefunden und begriffen,
dass wir uns aktuell in einer Zäsur der nachbarstaatlichen Verhältnisse
befinden – eine „Zeitenwende“ in polnischem Sächsisch – so zu sagen.
Vorurteile, wie die über die (generell geringe) Entlohnung polnischer
Arbeitnehmer oder das mangelnde Interesse an einem starken Europa auf Augenhöhe
aller Partner bzw. über die mangelnde Wertschöpfung der polnischen Wirtschaft
gehören für den Wirtschaftsrat und auch datenbasiert endgültig der
Vergangenheit an.

v.l.n.r.: Marek Traczyk und Tomasz Strykowski bei der Begrüßung im Dorint Hotel (Foto: Wirtschaftsrat)
Sachsen und Polen blicken nach vorn, um gemeinsame Projekte
an- und wichtige Entscheidungen nicht mehr länger aufzuschieben. Wir bedanken
uns bei der Wirtschaftsförderung Sachsen für die Gastfreundschaft, bei allen
polnischen Gästen für deren Input und bei den Mitarbeitern des Dorint Hotels
Dresden für die tolle Bewirtung. Wir sehen uns definitiv wieder.

v.l.n.r.: Tomasz Strykowski und Dr. Dino Uhle (Foto: Wirtschaftsrat)
(Foto: Wirtschaftsrat)