"Robotik & KI - Die große Chance für Sachsen"
Fachgäste aus Wirtschaft und Wissenschaft kamen zum Themenabend "Robotik & KI - Die große Chance
für Sachsen" im SpinLab Leipzig zusammen.
Der inhaltliche Fokus war auf die weltweit zunehmende Automatisierung durch kollaborative Roboter (oder
kurz Cobots), sowie deren Leistungsoptimierung durch KI-gestützte Software
gerichtet. Die Veranstaltung wurde durch Teradyne Robotics und die PIO BEYOND -
Agentur für Kommunikation gemeinsam mit dem Wirtschaftsrat Sachsen, Sektion Leipzig, ausgerichtet.

Marcus Rehwald, Sprecher der Sektion Leipzig, bei seiner Begrüßung (Foto: Wirtschaftsrat)
Marcus Rehwald, Sektionssprecher Leipzig des Wirtschaftsrats, begrüßte die Gäste und
unterstrich die Bedeutung der Thematik Robotik & KI für die sächsische
Wirtschaft. Unter der Fragestellung „Was geht? Was ist möglich?“ stellte er das
Ziel der Veranstaltung als praxisnahen Anknüpfungspunkt für die Teilnehmer
heraus.
Dominik Drobina, Channel Development Manager bei Universal Robots GmbH/Teradyne Robotics präsentierte
dazu anschauliche Beispiele der praktischen Anwendungen von Cobots in den
produzierenden Industrien. Darüber hinaus erläuterte er die aktuellen
Entwicklungen in der Verknüpfung von Robotik und KI. Durch KI-gestützte
Programme wären die vormals starr programmierten Cobots zunehmend in der Lage,
flexibler auf unterschiedliche Situationen zu reagieren und könnten so im
breiteren Umfang implementiert werden. Als Beispiel führte Dominik Drobina die
KI-gesteuerten Logistik-Cobots der Ocado Group an.

(Mitte) Dominik Drobina, Channel Development Manager bei Universal Robots GmbH/Teradyne Robotics (Foto: Wirtschaftsrat)
Ronny Buch, Mitarbeiter bei der Pulsotronic GmbH, präsentierte ein anschauliches Beispiel für die
erfolgreiche Implementierung von Cobots bei einem mittelständischen Unternehmen
im Erzgebirge. Durch die Entscheidung bei der Anschaffung einer neuen Vergussanlage
ein Modell mit Cobot-Gestell zu wählen, hätte Pulsotronic nicht nur seine
Produktqualität, sondern auch die Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeiter
verbessert. Ronny Buch fasste seine persönliche Robotik-Erfahrung mit „einfach
damit anfangen war die beste Entscheidung“ zusammen.
Dipl.-Ing. Andreas Schulz, Prokurist der Müller & Pfeiffer GmbH, und Christian Held von der JUGARD+KÜNSTNER
GmbH erläuterten gemeinsam ihre Erfahrungen mit der professionellen
Unternehmens-Automatisierung. In Industrien, wie der Automobil-Produktion,
hätte der zunehmende Einsatz von Cobot-Systemen in Kombination mit
KI-Programmen die Arbeitsprozesse vereinfacht und dadurch signifikant die
Betriebskosten gesenkt. Darüber hinaus würden den Mitarbeitern körperlich
belastende und geistig monotone Arbeiten erspart, so dass diese sich auf die
komplexeren Aufgaben konzentrieren könnten. Denn auch in automatisierten
Betrieben wäre „natürliche Intelligenz“ weiterhin unverzichtbar.

v.l.n.r.: Andreas Schulz, Prokurist der Müller & Pfeiffer GmbH, und Christian Held von der JUGARD+KÜNSTNER GmbH (Foto: Wirtschaftsrat)
Benedict Rehbein, Geschäftsführer der PIO BEYOND - Agentur für Kommunikation, ging zuletzt auf
die öffentliche Wahrnehmung von KI in der Wirtschaft ein. Die Skepsis vor KI
als befürchteter Vernichter menschlicher Arbeitsplätze sei gerade im
Mittelstand noch weit verbreitet. Dabei hätte der Freistaat Sachsen durch
regionale Innovations-Zentren wie Silicon Saxony, Robot Valley Saxony und das
ScaDS.AI Dresden/Leipzig hervorragendes Potential diese technologischen
Entwicklungen in wirtschaftliche Standortvorteile umzusetzen. Entscheidend
dabei wäre aber die Bereitschaft sächsischer Unternehmer sich daran zu
beteiligen. Durch Maßnahmen wie KI-Workshops und gezielte Mitarbeiter-Kommunikation
könnten die Vorurteile gegenüber KI in den eigenen Unternehmen schrittweise
abgebaut werden. Denn, „Roboter sind auch nur Menschen“, wie Benedict Rehbein
betonte.

Benedict Rehbein, Geschäftsführer der PIO BEYOND - Agentur für Kommunikation (Foto: Wirtschaftsrat)
Insgesamt konnte die Veranstaltung wieder Mut machen, sich in Deutschland technologisch orientiert,
aufzustellen und die Chancen, die wir in Sachsen haben, zu nutzen – allerdings
muss das Umfeld für Innovationen aus Sachsen stimmen – hier ist die
Bundesregierung gefragt, die Weichen auf ein Umfeld umzustellen, dass Wachstum
ohne große behördliche Hürden wieder möglich macht, um auch in der Robotik/KI
den Anschluss an die Weltspitze nicht zu verlieren.

v.l.n.r.: Marcus Rehwald, Benedict Rehbein, Dominik Drobina, Christian Held, Andreas Schulz (Foto: Wirtschaftsrat)Wir bedanken unsherzlich bei Marcus Rehwald, den Rednern und allen an der Organisation diesesspannenden Themenabends Beteiligten. Bis bald einmal wieder.