Stammtisch der Sektion Dresden

Stammtisch zum Thema "Gewinnung junger Arbeitskräfte" und Einblicke in den "Sonnenstrahl e.V." Dresden - Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche

Wir haben unser Stammtisch-Format
in Dresden wieder aufleben lassen, konnten in lockerer Runde verschiedene
wirtschaftspolitische Themen ansprechen und uns zu Problemen in der Unternehmerschaft
austauschen.

Das Hauptthema war dabei die
„Gewinnung junger Arbeitskräfte“, wozu unser Sektionssprecher Prof. Dr. Steffen
Tobisch, Geschäftsführer des Instituts für Holztechnologie Dresden gGmbH (IHD)
sowie unser Vorstandsmitglied Jens Müller, Landesgeschäftsstellenleiter der
Debeka Krankenversicherungsverein a.G. sehr interessante Impulse gegeben haben.
Wir haben uns ebenfalls sehr darüber gefreut, dass unser neues
Sektionsmitglied, Falk Noack, Geschäftsführer des Sonnenstrahl e.V. Dresden (siehe Link unten),
uns diesen kurz vorstellen konnte und einen Einblick in dessen Aufgaben und
Ziele gegeben hat.

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(Foto: Wirtschaftsrat)

Der Arbeitsmarkt hat sich von
einem Arbeitgebermarkt zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt. Junge Menschen
von heute haben andere Ansprüche und Wünsche an einen Arbeitgeber, als das noch
vor 10 Jahren der Fall war. Wichtig ist aber in jedem Fall, dass die geleistete
Arbeit auf Anerkennung stößt und wertgeschätzt wird. Die Debeka geht beim
Onboarding mittlerweile ganz stringent vor, indem sie neue Mitarbeiter je
hälftig aus Internet-Portalen und auf Empfehlung durch Mitarbeiter einstellt
und das Recruiting zur Chefsache gemacht hat. Als Wechselgründe werden fehlende
Entwicklungsperspektiven sowie eine stagnierende übertragene Verantwortung
genannt. Fehlen diese Faktoren, wird schnell Ausschau nach einem neuen
Arbeitgeber gehalten. Wir konnten herausfinden, dass das Team und der Umgang
miteinander eine große Rolle spielt, aber auch die Empathie des Ausbilders
entscheidend für einen langfristigen Verbleib eines Lehrlings im Unternehmen ist.

Es gilt, auch als Arbeitgeber der
Ansprechpartner auf Augenhöhe zu sein, aber z.B. auf Firmenkontaktmessen
arbeitgeberseits junge Menschen zu entsenden, wenn man junge Potentiale für
Unternehmen/für in die jeweilige Institution gewinnen möchte. Die Frage, was
ein Mitarbeiter braucht, um an sein Ziel zu gelangen, ist nach der
erfolgreichen Einstellung eine sehr essentielle. Will man die
Arbeitskräftelücke schließen, so gilt es, bereits bei der Vorauswahl
zielgenauer zu werden. Mittlerweile gibt es KI-basierte Tests, die
Persönlichkeitsmerkmale herausfinden, um die Passgenauigkeit für die jeweilige
Stelle zu erhöhen. Genau so wichtig, wie ein gutes Onboarding wird künftig das
Offboarding werden, die dem Mitarbeiter einen professionell organisierten
Austritt, evtl. mit Teilzeitmöglichkeit im Alter, offeriert. Auf diese Weise
behält der ausscheidende Mitarbeiter das Unternehmen in guter Erinnerung und
wird nach seinem Austritt eher eine Weiterempfehlung für den Arbeitgeber aussprechen,
als wenn er nur seine Sachen zusammenpackt und das Unternehmen verlässt.

Insgesamt lässt ich festhalten, dass ein geringes
Arbeitskräfteangebot durch eine höhere Passgenauigkeit und durch effizient
gestaltete Digitalprozesse aufgefangen werden kann. Die Begriffe Perspektiven,
Wertschätzung, Team, Begegnungen auf Augenhöhe, Ausbilderqualitäten und
Hilfestellungen im Kollegenkreis sind zentral, will man junge Menschen
erfolgreich und auf Dauer in die Belegschaft integrieren. Danke an das
Dorint-Hotel für die gute Bewirtung und auf einen neuen Stammtisch mit anderen
Themenschwerpunkten.