„Unser Weg von der Idee bis zur Gründung. Was passiert, wenn Datenpower auf Steine und Mörtel trifft?!“

Veranstaltung der Landesfachkommission Bau

Unsere
Landesfachkommission „Bau“ hat in den Kreativraum von Startbahn 13 – die
Gründungsberatung der HTWK Leipzig – eingeladen. Auf dem ehemaligen Gelände der
Universitätskinderklinik befindet sich heute der Campus Eilenburger Straße der
HTWK Leipzig, der in den letzten Jahren schon so einige erfolgreiche Startups
und Newcomer der Branche ins Laufen gebracht hat. Wie das funktioniert und wer,
mit was die Trends der Zukunft in einer eher traditionellen Branche setzen
will, all das haben die Teilnehmer beim Get together in Leipzig erfahren.

Carolin
Lorenz und Vanessa Vorreyer von der Startbahn 13, der Gründungsberatung der
HTWK Leipzig, haben uns, nach der Begrüßung durch unseren LFK-Vorsitzenden
Frank Bornemann, zunächst das Leistungsspektrum des vom BMWK geförderten Beratungsprojekts
für Gründer vorgestellt. Von der Idee, über den Business-Plan und die
Finanzierung vordergründig technischer Start-ups bekommen die Gründer ein
individuelles und maßgeschneidertes Coaching. Damit sollen Innovationen
unternehmerisch verwirklicht werden. Insgesamt konnten über 30
Unternehmensgründungen, wovon aktuell noch 20 am Markt aktiv sind, durch die
Mitarbeiter der Startbahn 13 begleitet werden. Leider steigt der Bund ab 2025
aus der Finanzierung dieser Art von Gründungsberatung aus, womit verbunden ist,
dass die Startbahn 13 selbst eine neue Finanzierung benötigt. Der Freistaat
Sachsen, Sponsoren, die Hochschule selbst sind also künftig gefragt, um die
Fortführung des erfolgreichen Gründerprojekts zu garantieren.

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v.l.n.r.: Frank Bornemann, Vorsitzender der LFK Bau; Carolin Lorenz und Vanessa Vorreyer von der Startbahn 13 (Foto: Wirtschaftsrat)

Die
erste technische Ausgründung der Startbahn 13 überhaupt erfolgte durch Gunter
Hahn, Geschäftsführender Gesellschafter der IEXB GmbH, Ingenieurgesellschaft
für Experimentelle Bauwerksuntersuchung mbH, der sich der experimentellen
Tragsicherheitsbewertung an bestehenden Bauwerken verschrieben hat. Durch
technisch anspruchsvolle Belastungsversuche kann damit simulierten
Computermodellen ein „Realitätscheck“ entgegengesetzt werden und z. B.
physikalisch überprüft werden, ob eine Gebäudedecke den entsprechenden
Belastungen standhält. Dies geschieht anhand einer flexibel anpassbaren
Stahlkonstruktion mit Hydraulikzylindern und der entsprechenden Messtechnik.

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Gunter Hahn, Geschäftsführender Gesellschafter der IEXB GmbH (Foto: Wirtschaftsrat)

Florian
Stegmann, Geschäftsführer der AdaptING GmbH, Digitale Elektroplanung, als ein
weiterer HTWK-Ausgründer, hat sich der Digitalisierung in der Baubranche
verschrieben. Er bedient sich dabei dem Building Information Modeling (BIM) und
setzt eine ganz eigene Firmenphilosophie mit viel Freiraum für seine
Mitarbeiter um. Damit ist es möglich, das Zieldreieck von Qualität, Zeit und
Geld in jedem dieser Faktoren gleichzeitig zu optimieren, ohne dass in einem
Parameter Einbußen hingenommen werden müssen. Mittlerweile gehen die ersten
Großaufträge bei ihm ein. Ursprünglich, allein als Elektro-Ingenieur gestartet,
beschäftigt sein Unternehmen heute 13 Mitarbeiter, die sich in einem Team mit
flachen Hierarchien und großer Transparenz wiederfinden. Als entscheidend sieht
Florian Stegmann die interne und externe Kommunikation, um heute am Markt
dauerhaft erfolgreich zu bleiben.

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Florian Stegmann, Geschäftsführer der AdaptING GmbH (Foto: Wirtschaftsrat)

Abgerundet wurde unsere
Veranstaltung durch eine von Prof. Dr.-Ing. Gerold Bausch moderierte Führung
durch das HTWK-Gründergelände. Wir bedanken uns sehr herzlich für die
Möglichkeit, ins Gründergeschehen der HTWK eintauchen gedurft zu haben sowie
insbesondere bei den Gastgebern des Nachmittags.