Unternehmer-Dialog mit Ministerpräsident Michael Kretschmer
Organisiert
durch unsere Sektion Görlitz, haben wir uns gemeinsam mit Unternehmern der
Sektionen Görlitz und Bautzen in der Straßburg-Passage Görlitz getroffen, um mit
Ministerpräsident Michael Kretschmer verschiedene unternehmerische Probleme zu
besprechen. Als prominente Gäste waren u.a. der Landrat des Landkreises Görlitz, Dr. Stephan Meyer, der Oberbürgermeister der Stadt Görlitz, Octavian Ursu, sowie MdB Florian Oest mit dabei.

Roland Nixdorf, Sprecher der Sektion Görlitz, begrüßt MP Michael Kretschmer und die Gäste (Foto: Wirtschaftsrat)

MP Michael Kretschmer während seines Vortrags (Foto: Wirtschaftsrat)
Wir haben
uns sehr darüber gefreut, den Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen,
Michael Kretschmer MdL, zu unserem besonderen Unternehmer-Dialog in Görlitz zu
begrüßen. Michael Kretschmer ist ein regelmäßiger Diskussionspartner für unsere
Unternehmer. Sein Besuch beim Wirtschaftsrat Sachsen ist uns entsprechend Ehre
und Ansporn zugleich. Im Mittelpunkt des Austausches standen aktuelle Chancen
und Herausforderungen für unsere Region – von den Perspektiven für ein
militärisches Instandsetzungszentrum Ost in Königswartha, über den grenzüberschreitenden
Pendelverkehr in Görlitz, bis hin zur Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen
dem Freistaat Sachsen und der Republik Polen u.v.m. Ebenso konnten wir
gemeinsam diskutieren, wie wir mit welchen technologischen Zukunftsbranchen den
Strukturwandel nachhaltig und erfolgreich gestalten können.

Dr. Dino Uhle, Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates in Sachsen, bei der Eröffnung der Diskussion (Foto: Wirtschaftsrat)
Nach
einer kurzen Begrüßung durch unseren Sektionssprecher Roland Nixdorf, sind wir
nach einem inhaltsreichen Eingangsstatement des Ministerpräsidenten in die von
Dr. Dino Uhle, Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates in Sachsen, moderierte Diskussion eingestiegen. Dem Ministerpräsidenten sind die meisten
aktuellen Probleme, wie hohe Energiepreise, enorme Bürokratielasten, hoher
Steuer- und Abgabenlasten, überforderte kommunale Haushalte, die
volkswirtschaftliche Schwächeperiode Deutschlands und damit verbunden, fehlende
Anerkennung auf internationaler Bühne vollkommen bewusst. Er betonte aber,
neben dem Vorteil der Grenznähe zu Polen und Tschechien und damit verbundene
Chancen für die Oberlausitz, die Wichtigkeit sowie Klasse der
Forschungslandschaft und hob ausdrücklich die Praxisbezogenheit der Hochschule
Zittau/Görlitz hervor. Wir sind u.a. auf das in Görlitz entstehende Deutsche
Zentrum für Astrophysik (DZA) und auf das Bauforschungszentrum Bautzen sowie
auf die davon ausgehenden Impulse eingegangen. Die momentane Insolvenzwelle im
Maschinen- und Automobilbau muss bis zur teilweisen Rücknahme des
EU-Verbrennerverbotes (eine Forderung der jüngsten Ministerpräsidenten-Konferenz
(unbedingt durch andere Branchen, wie automatisiertes 3D-Druck-Bauen,
Innovationen im Digitalbereich, KI, Raumfahrt und ggf. Militärtechnik
aufgefangen werden. Im grenzüberschreitenden Verkehr und entsprechenden
verbesserten Wirtschaftsbeziehungen, insbesondere zu Polen, könnte ebenfalls ein
Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg für Sachsen und die Region Oberlausitz
liegen.

Diskussionsbeitrag von Dr. Rafal Mroziewski, Geschäftsführer der MONDI sp. z.o.o. (Foto: Wirtschaftsrat)

Dr. Stephan Meyer, Landrat von Görlitz (Foto: Wirtschaftsrat)
Auch
touristisch müssen sich insbesondere die Städte Görlitz und Bautzen nach wie
vor mit ihren historisch wunderschönen und gut erhaltenen Altstädten nicht
verstecken. Eingebunden in eine zauberhafte Natur kommen hier in- und
outdoor-Touristen voll auf deren Kosten. Da spielt aber die Erhaltung und der
Ausbau von Straßen und Brücken eine wichtige Rolle. Hierfür sollten die „neuen (Schulen-)Gelder“
des Bundes für die Infrastruktur zielgerichtet und zukunftsweisend eingesetzt
und vorher planbar den kommunalen Haushalten zugeleitet werden.

Octavian Ursu, Oberbürgermeister der Stadt Görlitz (Foto: Wirtschaftsrat)
Wir
bedanken uns herzlich bei Roland Nixdorf, seinem Team und allen an der
Organisation des erfrischenden Vormittages in Görlitz Beteiligten. Bis bald einmal wieder.

Diskussionsbeitrag von Mandy Köhler, Vorstand der Diakonie St. Martin in
Rothenburg (Foto: Wirtschaftsrat)