Wirtschaftsrat Sachsen bringt Dual Fluid Reaktor ins Spiel für Versorgungssicherheit Energie
„Die deutsche
Wirtschaft steht am Scheideweg. Immer mehr energieintensive Unternehmen sind
international nicht mehr wettbewerbsfähig. Es besteht die Gefahr, dass die
Grundstoffindustrie abwandert, Wertschöpfungsketten reißen und damit der
Wohlstand der Bürger und des Landes in Gefahr gerät“, erklärt Dr. Dino Uhle,
Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates der CDU e.V. in Sachsen.
Hohe Strompreise seien u.a. die Folge fehlender
Mengen. Dies liege am schleppenden Ausbau der Übertragungsnetze, aber auch am
Mangel einer CO2-freien grundlastfähigen Energieerzeugung. Dies müsse nicht
sein, stellt der Wirtschaftsrat Sachsen fest. Er fordert eine neue
technologieoffenere Energiedebatte.
Dr. Dino Uhle: „Viele Parameter haben sich in
den letzten Monaten grundlegend verändert. Wir brauchen einen neuen
gesellschaftlichen Konsens. Wir dürfen uns nicht allein auf Sonne und Wind
konzentrieren, sondern müssen unseren Blick auch auf neue, sichere und saubere
Kernenergieanlagen richten, die von der EU als nachhaltig angesehen werden.“
In diesem Sinne sieht der Landesverband Sachsen
des Wirtschaftsrates der CDU e.V. die Kernkraftanlagen der 4. Generation als
einen Baustein zur klimaneutralen Energieerzeugung. Mit dem sogenannten Dual
Fluid Reaktor steht auch ein technologischer Ansatz aus Deutschland bereit. Die
Entwickler kennen den Stand der gesellschaftlichen Debatte und haben einen
technischen Ansatz gewählt, der besonders die Sicherheit berücksichtigt. So
gebe es bei diesem Typ keine Brennstäbe, sondern zwei zirkulierende
Flüssigkeiten. Eine enthält den Brennstoff, die andere führt die Wärme ab. Die
Betriebstemperatur liege bei 1.000 Grad Celsius und führe zu einer sehr hohen
Energieausbeute. Ebenso könne die entstehende Energie für die Herstellung von
Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe oder Prozess- und Heizwärme genutzt
werden. Dies alles geschehe sehr kompakt und damit flächen- und
ressourcenschonend, sowie CO2-frei. Zudem könne jedes spaltbare Material – auch
bisherige Atomabfälle – genutzt werden. Dies helfe bei der Frage des Endlagers.
überfällig, diese bahnbrechende Idee der Kernenergie in Deutschland binnen
weniger Jahre auf die Straße zu bringen und den Wohlstand des Landes mittels
einer echten Innovation zu erhalten. Ein Umsteuern in der Energiepolitik in
Richtung „Generation 4“ der Kernenergie sei der Politik dringend anzuraten.
Dass hierzulande an der Kernenergie weitergeforscht und entsprechende
finanzielle Kapazitäten aus Steuergeldern bereitzustellen wären, sei dafür eine
Notwendigkeit. Ebenso selbstverständlich sei aus Sicht des Wirtschaftsrates
Sachsen, aber auch der beschleunigte Zubau von Solar und Wind, jedoch unter
stringenter Digitalisierung der Netze, um auch hier Fort- anstatt Rückschritte
zu machen. Die Technologien müssten zusammen und nicht getrennt voneinander
betrachtet werden, strebe man ernsthaft die Dekarbonisierung der deutschen
Volkswirtschaft an.