Wirtschaftsrat vor Ort – Entwicklungen der Coschützer Wirtschaft

Veranstaltung unserer Sektion Vogtland im Rahmen des 71. Coschützer Dorf- und Sportfestes

<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">Im Rahmen des
71. Coschützer Dorf- und Sportfestes fand die Veranstaltung „Wirtschaftsrat vor
Ort – Entwicklungen der Coschützer Wirtschaft“ statt. Neben der
Sprecherin unserer Sektion Vogtland, Alexandra Glied, nahmen auch der
Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates Sachsen, Dr. Dirk Schröter, sowie der
Landesgeschäftsführer Dr. Dino Uhle teil. Organisiert wurde die Veranstaltung
durch unser Sektionsvorstandsmitglied Michael Czerwenka, dem für die hervorragende
Vorbereitung und Durchführung ausdrücklich herzlich gedankt sei.

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inter-ideograph">2026-05-08_Sektion Vogtland_Foto1.jpg
Michael
Czerwenka begrüßt und führt durch den Nachmittag (Foto: Wirtschaftsrat)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">Von
politischer Seite begleiteten die Veranstaltung der Landrat des
Vogtlandkreises, Thomas Hennig, der Bürgermeister der Stadt Elsterberg, Axel
Markert, die Landtagsabgeordneten Jörg Schmidt und Andreas Heinz sowie der Ortsvorsteher von
Coschütz, Andreas Oberlein. Gemeinsam mit Unternehmern, Vereinsvertretern und
Bürgern entstand ein intensiver Austausch über die wirtschaftlichen
Perspektiven der Region.<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">2026-05-08_Sektion Vogtland_Foto2.jpg
Alexandra
Glied bei der Einleitung ins Thema (Foto: Wirtschaftsrat)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">Zu Beginn der
Veranstaltung gewährte die Coschützer Chronistin Renate Wolf spannende
Einblicke in die Geschichte des Ortes. Sie führte aus, dass die Geschichte von
Coschütz bis in das Jahr 1495 zurückreiche. Im Laufe der Jahrhunderte hätten
sich zahlreiche Vereine entwickelt und bereits im Jahr 1839 sei die erste
Schule gegründet worden. Die historische Entwicklung verdeutlichte
eindrucksvoll die enge Verbindung zwischen Gemeinschaft, Vereinsleben und
wirtschaftlicher Entwicklung.<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">2026-05-08_Sektion Vogtland_Foto3.jpg
Ortsvorsteher Andreas Oberlein und Orts-Chronistin Renate Wolf (Foto: Wirtschaftsrat)<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">Im Anschluss
schilderte André Wolf, CEO der KälteConzept GmbH Auerbach, die aktuelle
Situation der Coschützer Unternehmer. Besonders der zunehmende
Fachkräftemangel, die hohen Energiekosten sowie die ausufernde Bürokratie
stellten erhebliche Belastungen für den Mittelstand dar. Eindrucksvoll verwies
er auf über 6.500 EU-Verordnungen, rund 950 Behörden sowie etwa 2.500
Förderprogramme, die Unternehmen zusätzlich belasteten, den Überblick sowie
Investitionen erschwerten.<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">2026-05-08_Sektion Vogtland_Foto4.jpg
Ortsvorsteher
Andreas Oberlein bei seinen Ausführungen (Foto: Wirtschaftsrat)
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">Auch der
Bauunternehmer Lutz Kätzel unterstrich die enormen Bürokratielasten, die
insbesondere kleine und mittelständische Betriebe zunehmend an ihre Grenzen
brächten. Einen positiven Blick auf die Bedeutung wirtschaftlicher Förderung
vermittelte hingegen Ronny Röder, Präsident des SV Coschütz. Er erläuterte, wie
insbesondere die LEADER-Förderung dazu beigetragen habe, eine Turnhalle, zwei
Fußballplätze samt Außengebäude weiterzuentwickeln. Heute trainieren auf den
Sporteinrichtungen insgesamt 347 Mitglieder – darunter 140 Kinder – in 16
verschiedenen Sportgruppen – Tendenz steigend!. Das Beispiel des Vereins
verdeutlichte eindrucksvoll, welchen Stellenwert der gezielte Einsatz von Fördermitteln
für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die regionale Entwicklung besitzen.<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">2026-05-08_Sektion Vogtland_Foto5.png
Landrat Thomas Hennig bei seiner Rede (Foto: Wirtschaftsrat)<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">Landrat
Thomas Hennig betonte in seiner Rede die wirtschaftliche Stärke des Vogtlandes.
Mit rund 20.000 Unternehmen und einer Arbeitslosenquote von etwa sechs Prozent
verfüge die Region über eine solide wirtschaftliche Basis. Gleichzeitig machte
er deutlich, dass es zunächst notwendig sei, wirtschaftliche Leistung zu
erwirtschaften, bevor diese verteilt werden könne – ein Grundsatz, der ganz im
Sinne des Wirtschaftsrates stehe. Nachholbedarf bestehe insbesondere bei der
Bereitstellung von Gewerbeflächen für potenzielle Großansiedlungen. Dieser
Einschätzung schloss sich auch Bürgermeister Axel Markert an. Für die Stadt
Elsterberg verwies er unter anderem auf die Planungen eines
Batterie-Großspeicherwerks mit einer Leistung von 70 MWh, welches neue
wirtschaftliche Impulse setzen könne.<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">Bevor
Landesgeschäftsführer Dr. Dino Uhle die Vorteile einer Mitwirkung im
Wirtschaftsrat vorstellte, ging der Landesvorsitzende Dr. Schröter auf die
angespannte wirtschaftliche Gesamtlage ein. Kritisch äußerte er sich
insbesondere zum aktuell diskutierten und in den Vermittlungsausschuss
überführten 1.000-Euro-Tank-Zuschuss, dessen Finanzierung letztlich von den
Unternehmern getragen werden müsse und der am selben Tag im Bundesrat blockiert
worden sei.<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">2026-05-08_Sektion Vogtland_Foto8.jpg
MdL Jörg Schmidt bei seinen Ausführungen (Foto: Wirtschaftsrat)<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">Das
Schlusswort hielt der Landtagsabgeordnete Jörg Schmidt. Er verwies auf das
jüngst an der Dualen Hochschule Plauen etablierte KI-Institut und unterstrich
zugleich, dass ihm der Bürokratieabbau weiterhin zu langsam vorangehe. Darüber
hinaus machte er auf ein Haushaltsloch in Höhe von drei Milliarden Euro im
sächsischen Landeshaushalt aufmerksam. Geplant seien daher zahlreiche
Zusammenlegungen von Behörden. Insgesamt umfasse die Staatsmodernisierung 64
Maßnahmen und gehe mit einem, wohl gemerkt, bis zum Jahr 2040 vorgesehenen
Abbau von rund 10.000 Stellen in der öffentlichen Verwaltung einher.<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">Abschließend
verwies MdL Jörg Schmidt auf den „Masterplan Südwestsachsen“, an welchem sich
auch der Wirtschaftsrat beteiligt. Ziel sei es, insbesondere den strukturellen
Wandel in der Automobilindustrie aktiv zu begleiten. Künftig solle verstärkt
auf die Bereiche Defence und Raumfahrt gesetzt werden, wobei hierzu bereits
erste Projektideen vorlägen.<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">2026-05-08_Sektion Vogtland_Foto9.jpg
VIP-Bereich
im Festzelt (Foto: Wirtschaftsrat)
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Marco Graubner, stellv. Wehrleiter der Coschützer Feuerwehr (Foto: Wirtschaftsrat)<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
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Besuch bei der Coschützer Feuerwehr (Foto: Wirtschaftsrat)<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:18.0pt;text-align:justify;text-justify:
inter-ideograph">Nach einem
gemeinsamen Rundgang durch Coschütz – unter anderem mit einem Besuch der
Feuerwehr – klang der Nachmittag im Festzelt bei Musik, Essen und Getränken in
angenehmer Atmosphäre aus. Bereits jetzt besteht große Vorfreude auf das
kommende 72. Coschützer Dorf- und Sportfest im nächsten Jahr.