Wirtschaftsrat: Norddeutsche Zusammenarbeit nicht auf Metropolregion Hamburg reduzieren
Ob Energiewende-Industrie, Fahrzeugbau, Luft- und Raumfahrtindustrie, maritime Wirtschaft, Logistik oder Ernährungsindustrie: Die Hanseregion ist als Wirtschaftsraum breit aufgestellt und verfügt zudem über eine sehr günstige geographische Lage an der Nord- und Ostseeküste. „Wir müssen Norddeutschland als einen großen Wirtschaftsraum verstehen. Zusammen bringen die unterschiedlichen Regionen alle Voraussetzungen mit, um in der globalen Wirtschaft auch in Zukunft ein Drehkreuz zu sein. Dafür müssen wir es aber schaffen, die Wirtschaftskraft der verschiedenen Branchen und Teilregionen besser zu bündeln. Wir brauchen eine über die Ländergrenzen hinweg koordinierte Flächenpolitik, mehr Kooperationen in der Clusterförderung, eine gemeinsame und beschleunigte Infrastrukturplanung und eine übergreifende Strategie zur Fachkräfteanwerbung und -bindung“, fordert der schleswig-holstenische Landesvorsitzende Dr. Christian von Boetticher.
Für eine effektive norddeutsche Zusammenarbeit setzt sich der Wirtschaftsrat mit dem „Norddeutschen Wirtschaftstag“ ein. Die nächste und 7. Auflage der Veranstaltung findet in der nächsten Woche am 1. Oktober 2019 in Osnabrück statt.
Der Norddeutsche Wirtschaftstag wurde 2006 von den fünf norddeutschen Landesverbänden ins Leben gerufen. Ziel ist es, auf die institutionelle Zersplitterung durch die Ländergrenzen hinzuweisen und das Verständnis der Hanseregion als einen global relevanten Wirtschaftsraum zu stärken.