Die Hanse als Vorbild für die norddeutsche Zusammenarbeit
Vor fast 800 Jahren wurde die Hanse gegründet, ein
Zusammenschluss der norddeutschen Regionen und der Hansestädte, der dem
wirtschaftlichen Handel diente. Auch heute verbindet die norddeutschen
Bundesländer eine ganze Menge: vor allem der Zugang zum Wasser, für den nicht
nur die maritime Wirtschaft steht, sondern der auch den Auf- und Ausbau
erneuerbarer Energien erleichtert.
Der Wirtschaftsrat hält an den Verbindungen aus der Hansezeit
fest und arbeitet in Norddeutschland eng zusammen. Der Parlamentarische Abend,
der traditionell vor dem Wirtschaftstag in Berlin durchgeführt wird, ist einer
der Ankerpunkte für diese Zusammenarbeit. Im edlen PalaisPopulaire, dem
Kunstmuseum der Deutsche Bank AG am Boulevard Unter den Linden, kamen über 200
Mitglieder aus den norddeutschen Landesverbänden zusammen.
Die drei Redner der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp
Amthor MdB, Silvia Breher MdB und Dr. Johann Wadephul MdB, gingen in ihren
kurzen Impulsen auf die Herausforderungen der heutigen Zeit ein: den
Bürokratieabbau, eine moderne Familienpolitik und Kinderbetreuung, den Aufbau
der Bundeswehr und der Rüstungsindustrie oder auch die allgemeine
Wirtschaftspolitik, die mehr auf Subventionen und einer Lenkungswirtschaft basiert
und weniger auf dem Vertrauen gegenüber dem Technologiefortschritt und der
Innovationsfähigkeit der Unternehmen.
Im Anschluss an die Impulse sprach die Präsidentin des
Wirtschaftsrates der CDU e.V., Astrid Hamker, die wichtige Rolle des
Wirtschaftsrates in der aktuellen Situation an: „Wir brauchen Leuchttürme wie unsere
Mitglieder, um unseren wirtschaftspolitischen Forderungen Ausdruck zu
verleihen“, so Hamker. Nach ihren einführenden Worten zeichnete sie die
„Sektionen des Jahres“ der Landesverbände aus. Für den Landesverband Schleswig-Holstein
nahm Hauke Präger die Auszeichnung als Sprecher der Sektion Flensburg-Schleswig
entgegen. Der Wirtschaftsrat würdigte damit den jahrelangen Einsatz für die
wirtschaftliche Entwicklung der Region und ihrer infrastrukturellen Anbindung
sowie die Vorarbeiten zur Errichtung eines Kompetenzzentrums für die Ansiedlung
skandinavischer Unternehmen in Schleswig-Holstein und Deutschland.