Dr. Christian von Boetticher: "Wohnraumknappheit ist nur zu lindern, wenn Kapital angelockt und nicht durch Entgeignungsphantasien verschreckt wird"
Aus der Sicht des Wirtschaftsrates betrifft diese Fehleinschätzung in der Vergangenheit vor allem auch staatliche Wohnungseigentümer, die sich angesichts der Erwartungen Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts in großer Zahl von ihrem Wohnraum getrennt hatten und nun fehlende Eingriffsmöglichkeiten in das Mietpreisgefüge beklagen.
Der Landesvorsitzende: „Wohnraumknappheit und damit verbundene hohe Mieten werden wir nur bewältigen, wenn an den Stellen wo Wohnraum fehlt, mehr gebaut wird. Dies wird nur gelingen, wenn Unternehmen investieren, also Kapital angelockt und nicht verschreckt wird.“
Dr. Ulrik Schlenz, Vorsitzender der Landesfachkommission Immobilienwirtschaft des Wirtschaftsrates in Schleswig-Holstein, merkt dazu ergänzend an: „Der Staat sollte lieber seine Möglichkeiten ausnutzen und über die Bereitstellung von Flächen, die Beschleunigung von Genehmigungen, die Verschlankung von Vorschriften und geeigneten Förderprogrammen schnell zusätzlichen und auch möglichst günstigen Wohnraum schaffen. Hier haben wir kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.“