„Flensburg darf nicht abgehängt werden!“
Flensburg, 06.12.2023: Die Sektion Flensburg-Schleswig des
Wirtschaftsrates der CDU e.V. kritisiert die Haltung der Deutsche Bahn AG
scharf, wonach es in Weiche keinen Fernhaltepunkt geben soll. Sektionssprecher
Hauke Präger sieht darin einen enormen Nachteil für die Stadt und die Region
Flensburg: „Die nun bekannt gewordene Planung bestätigt unsere schlimmsten
Befürchtungen. Flensburg wird auf diese Weise vom internationalen Bahnverkehr
abgehängt.“ Als Grund für ihre Entscheidung führt die Bahn die künftige feste
Fehmarnbelt-Querung an, durch die sich die Fahrtzeiten zwischen den Metropolen
Hamburg und Kopenhagen erheblich verkürzen werde.
Präger lässt diesen Umstand nicht gelten: „Durch diese
Entscheidung wird der Norden Schleswig-Holsteins quasi zum Naturschutzgebiet.
Es wird dadurch zunehmend schwieriger, Firmen in der Region anzusiedeln und
Arbeitsplätze zu schaffen. In dieses Bild passt auch die Entscheidung, keine
Gesamtlösung für eine neue Autobahn und Bahnstrecke über oder unter dem
Nord-Ostsee-Kanal zu planen.“ Die Unternehmer der Region fühlten sich zudem von
der Landespolitik vernachlässigt, die eine Entwicklung, wie sie sich jetzt
abzeichnet, regelmäßig negiert hatte. Der Sektionssprecher registriert sogar
bereits aktive Abwerbeversuche von Unternehmen aus dem Oberzentrum Flensburg in
Richtung Ostholstein.
Präger teilt die Auffassung, Jütland sei mit seinen
angesiedelten, produzierenden Unternehmen ein bedeutender Faktor für die
dänische Wirtschaft. Er nimmt aber auch die Stadt Flensburg und das Land
Schleswig-Holstein in die Pflicht: „Alle Akteure müssen hier an einem Strang
ziehen und dürfen sich nicht im Klein-Klein verlieren oder von
Partikularinteressen leiten lassen. Gemeinsam müssen sie mit der Bahn über die
Anbindung an den Fernverkehr verhandeln, wenn nötig auch mit finanziellen
Zugeständnissen. Entscheidend ist dabei einzig und allein: Flensburg darf nicht
abgehängt werden!“