„In Deutschland ist eine neue Stimmungslage erforderlich!“

Betriebsbesichtigung der Sektion Flensburg-Schleswig bei der team SE

Ein beeindruckender neuer Bürogebäudekomplex stand auf dem
Besichtigungsprogramm der Sektion Schleswig-Flensburg. Deren Sprecher Hauke
Präger
konnte in die Firmenzentrale der team SE in Flensburg einladen und
nutzte seine einleitenden Worte für einen Appell, die Region des nördlichen
Schleswig-Holsteins auf Wachstumskurs zu halten. Hierzu stünden er und die Mitglieder
des Sektionsvorstandes „im Dialog mit Kiel, Berlin und Dänemark“. Für einen
erfolgreichen Umschwung in der Wirtschaft brauche es Offenheit und Vertrauen
über die Parteigrenzen hinweg.

Kevin Lorenzen, Vorstandvorsitzender der team SE, griff diesen Gedanken auf und postulierte: „In Deutschland ist eine neue
Stimmungslage erforderlich.“ Er verband diese Aussage mit dem Wunsch an die
anwesende Bundestagsabgeordnete Petra Nicolaisen, sich für einen Abbau
der Bürokratie im Baubereich einzusetzen. Anders als beim Heizungsgesetz müsse
der Gesetzgeber künftig Ziele vorgeben, ohne auch noch den Weg dorthin detailliert
vorschreiben zu wollen. Auch müssten Förderungen hinterfragt werden,
insbesondere im Energiebereich. Generell brauche es mehr Wachstum und mehr
Investitionen. Für beides müsse die Politik die richtigen Rahmenbedingungen
schaffen.

Mit dem Bau- und dem Energiebereich hatten Lorenzen damit
bereits zwei Geschäftsfelder der team SE genannt; der Agrarbereich bildet das
dritte. Er schlug bei der Vorstellung des Unternehmens einen weiten Bogen von
der Gründung des Unternehmens im Jahr 1901 als Spar- und Darlehenskasse über die
Ausgliederung aus der VR Bank, den Einstieg der dänischen DLG, bis hin zur Fusion
der team AG mit der HaGe Kiel im Jahr 2022.

Die drei Sparten Agrar, Bau und Energie unterteilen sich
nochmals in 40 Beteiligungen. An 430 Standorten arbeiten 4.600 Mitarbeiter. „Die
Produkte, die wir anbieten, sind austauchbar und kein Alleinstellungsmerkmal
unseres Unternehmens. Daher können wir nur mit Service und Dienstleistung
punkten“, stellte Lorenzen klar.

Für die bevorstehende Bilanz des Jahres 2024 stellte er
konstante Zahlen in Aussicht. Der Agrarbereich sei stark angestiegen, der Baubereich
hingegen um 12 % eingebrochen. Angesprochen auf die Bauwirtschaft und die
Aussichten in dieser Branche, sagte Kevin Lorenzen, ihn treibe die Sorge um,
dass Bauunternehmen Mitarbeiter abgebaut hätten und bei wieder anziehender
Konjunktur Aufträge aufgrund von Personalmangel nicht ausgeführt werden
könnten.