„Nur eine funktionierende Verwaltung schafft Chancen“

Grünkohlessen der Sektion Steinburg mit Landrat Claudius Teske

Für einen Rückblick
auf die ersten Amtsjahre des Steinburger Landrates Claudius Teske sowie einen
Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Kreises trafen sich die Mitglieder
der Sektion Steinburg auf Einladung des Sektionsvorstandes zum gemeinsamen
Grünkohlessen.

Landrat Teske begann
seine Ausführungen mit zwei Themen, die seine Arbeit besonders prägten: Zum
einen die Entwicklung der Region und des Kreises, zum anderen der Zustand der
Verwaltung. Zu Beginn seiner Amtszeit habe er die Verwaltung genauer unter die
Lupe genommen und festgestellt, dass sie im Vergleich zu ähnlichen Kreisen in
einem schlechteren Zustand war. „Nur mit einer funktionierenden Verwaltung
schafft man Chancen für Region und Kreis“, betonte Teske. Daher entschied er,
die Verwaltungsstruktur zu überarbeiten, und stellte eine in enger Abstimmung
mit den Mitarbeitern entwickelte neue Struktur vor. Dazu gehörten eine
generelle Personalaufstockung sowie insbesondere die Stärkung der
Kreisentwicklungsabteilung, die mittlerweile 17 Mitarbeiter umfasst.

Anschließend sprach
der Landrat über bereits erfolgte und geplante Entwicklungen im Kreis. Im
Mittelpunkt standen dabei die Erschließung von Industriegebieten entlang der
A23, der Ausbau der A20, der Tiefwasserhafen Brunsbüttel sowie das
Innovationszentrum in Itzehoe. All diese Projekte seien von großer Bedeutung
für den Kreis, die Bürgerinnen und Bürger sowie die lokale Wirtschaft, betonte
Teske. In diesem Zusammenhang hob er die Notwendigkeit einer besseren
finanziellen Ausstattung der Kommunen hervor – nicht zuletzt, um Bevölkerung
und Wirtschaft die besten Rahmenbedingungen zu bieten. „Es muss mehr Geld in
die Kassen, denn wir sind arm“, sagte der Landrat, betonte aber zugleich, dass
eine Erhöhung der Gewerbesteuer nicht der richtige Weg sei.

In der
anschließenden Diskussion fragten die Teilnehmer und Gäste den Landrat unter
anderem nach der finanziellen Lage des Kreises, nach der Bedeutung von
Arbeitsbelastung und Bearbeitungsgeschwindigkeit der Verwaltungsmitarbeiter für
die Leistungsfähigkeit sowie danach, inwiefern neue Aufgaben die Verwaltung
belasteten. Zudem beschäftigte die Anwesenden der mögliche Vorteil der Region durch
Pendler aus Hamburg, die in der Region arbeiten.

Abschließend gab Mark André Helfrich, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, einige
Impulse aus Berlin. Er sprach über Erleichterungen durch den Umweltomnibus der
Europäischen Kommission, das geplante Verfahrensbeschleunigungsgesetz, den
Bürokratieabbau und skizzierte einen möglichen Zeitplan für die Erweiterung der
A20.