Schleswig-Holsteins Energie muss im Land genutzt werden!
Flensburg, 15.03.2024: Schleswig-Holstein soll nach
dem Willen der Landesregierung das erste klimaneutrale Industrieland werden.
Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. unterstützt dieses Ziel, mahnt aber eine
stärkere Verzahnung von Energieproduktion und -verbrauch an. Hauke Präger, Sprecher
der Sektion Flensburg-Schleswig, sieht hierin insbesondere für die Region
nördlich des Nord-Ostsee-Kanals ein großes Potenzial: „Angesichts der
notwendigen Sparmaßnahmen im Landeshaushalt kann nur eine Förderung der
Wirtschaft unser Land voranbringen. Hierzu müssen wir unseren Standortvorteil
ausspielen, der im großen Angebot an erneuerbaren Energien liegt. Das bedeutet
aber, dass wir eine konsequente Ansiedlungspolitik betreiben, die Energie und
Gewerbe stärker als bisher zusammendenkt.“
Präger denkt hierbei insbesondere an die
strukturschwachen Regionen des Landes im nördlichen Schleswig-Holstein, in
denen ausreichend Flächen für die Windenergie- und Solarstromerzeugung
vorhanden sind. Dort sollten künftig auch die Abnehmer dieser Energie
angesiedelt werden: „Auf diese Weise ersparen wir uns den teuren Transport in
den Süden Deutschlands und behalten zudem die Wertschöpfung bei uns im Land.
Wir müssen hier dringend unsere norddeutsche Bescheidenheit ablegen und dürfen
auch mal groß denken!“ Dafür müssten aber jetzt die Regularien angepasst,
Bewilligungsprozesse beschleunigt und Bedenken zurückgestellt werden. „Nach dem
Kohlestromland Nordrhein-Westfalen und dem Atomstromland Bayern kann nun
Schleswig-Holstein neue Industriebetriebe mit grünem Strom ansiedeln. Rechnen
wir noch das Potenzial von Wasserstoff für unsere Region hinzu und
berücksichtigen zudem das Knowhow unserer norddeutschen Hochschulen, wird
Schleswig-Holstein eindeutig zu den Gewinnern der Energiewende zählen.“