"Verwaltung muss funktionieren. Schnell, digital und effizient!“

Die Optimierung der Verwaltung
innerhalb der Kommunen ist ein Thema, dem sich auch die Sektion
Rendsburg-Eckernförde widmet. Es war daher auch eines der Hauptthemen beim
Mittagsgespräch mit Ingo Sander, dem Landrat des Kreises Rendsburg-Eckernförde,
das unter der Leitung von Dr. Sören Abendroth, Vorstandsvorsitzender der
Sparkasse Mittelholstein AG, direkt am Rendsburger Kanal stattfand.
Es war zugleich das erste Treffen
nach der Neuwahl des Sektionsvorstandes und eine Wirtschaftsrat-Premiere für Ingo
Sander, der seit dem 01. Juli 2024 im Amt ist. Der gebürtige Rendsburger, der
sowohl bei der Landespolizei in Eutin ausgebildet wurde als auch den Titel eines
Diplom-Verwaltungswirts trägt, nutzte das Mittagsgespräch für eine Diskussion
über die Optimierung verwaltungstechnischer Abläufe.
Sander schilderte die momentanen
Strukturen innerhalb der Kreisverwaltung und stellte fest, dass Veränderungen
auf die Behörde zukämen: In den nächsten 15 Jahren würden ca. 42 Prozent der Verwaltungsangestellten
in den Ruhestand gehen. Doch dies sei zugleich eine Chance, Abläufe neu zu
organisieren, das papierlose Arbeiten oder das Online-Ausfüllen von Anträgen zu
fördern. „Verwaltung muss funktionieren. Schnell, digital und effizient!“,
appellierte der Landrat und erläuterte, dass die 60.000 Rechnungen, die
innerhalb eines Jahres in der Kreisverwaltung eintreffen, bereits von
Künstlicher Intelligenz bearbeitet würden.
Zudem machte Sander deutlich,
dass auch an der wirtschaftlichen Situation des Landkreises gearbeitet werden
müsse. So brauche es künftig Möglichkeiten, Gelder an einer Stelle einzusparen,
um sie beispielsweise in Verkehr und Infrastruktur investieren zu können und um
damit beispielsweise den Stadtverkehr in der Hollerstraße zu entlasten.
Die anschließenden Fragen betrafen
u.a. die Wohnraumschaffung und wie sie durch Vereinfachungen in der Verwaltung beschleunigt
werden können, damit eine effektive Nutzung von Grundstücksflächen möglich ist.
In den Kommunen müsse es B-Pläne geben, die den Planungsvorgaben des Landes
entsprächen. Des Weiteren stellte sich die Frage, wie der Kreis auf die
Herausforderungen der festen Fehmarnbeltquerung reagieren werde. In diesem
Bereich müsse man die KielRegion (Kreise Rendsburg-Eckernförde, Plön und die
Landeshauptstadt Kiel) und mit ihr das angesiedelte Gewerbe stärken, so Sander.