„Weil Heimat mehr ist als ein Ort“

In Bad Schwartau sind die Schwartauer Werke ein Unternehmen
von herausragender Bedeutung. Als deutscher Marktführer in den Bereichen
Konfitüren und Müsliriegel prägen sie nicht nur die Region, sondern bieten rund
1.000 Menschen einen sicheren Arbeitsplatz. Grund genug für die Mitglieder der
Sektion Lübeck unter Leitung ihres Sprechers Johannes Kalläne, den
traditionsreichen Betrieb zu besuchen. Bei einer ausführlichen
Betriebsbesichtigung, geführt von Markus Kohrs-Lichte, Vorsitzender der
Geschäftsführung, und Thomas Sauermann, Geschäftsführer Supply Chain,
erhielten die Mitglieder spannende Einblicke in die erfolgreiche
Unternehmensgeschichte und die Vielfalt der produzierten Produkte.
Zu Beginn des Termins stellte Markus Kohrs-Lichte das
Unternehmen, seine Geschichte sowie die strategische Ausrichtung vor. Er betonte
dabei die beiden zentralen Geschäftsfelder – Konfitüren und CORNY Müsliriegel –
und wies darauf hin, dass CORNY in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung
gewinnen werde. Im vergangenen Jahr erzielten die Schwartauer Werke einen
Umsatz von rund 415 Millionen Euro. Darüber hinaus investiert das Unternehmen
kontinuierlich in moderne Anlagen und in den Standort Bad Schwartau. Dies sei
ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland, so Kohrs-Lichte.
Zudem fördern die Schwartauer Werke Bildung, Kultur, Sport und soziale Projekte
in der Region – getragen vom Leitgedanken „Weil Heimat mehr ist als ein Ort“.
Im weiteren Verlauf wurden den Teilnehmern die Werte und die
Unternehmensphilosophie nähergebracht. Thomas Sauermann legte den Fokus dabei
besonderen auf den Grundsatz „Take Responsibility“, der gleichermaßen für
Mitarbeiter, Kunden und Umwelt gelte. Nachhaltigkeit hat bei den Schwartauer
Werken einen hohen Stellenwert: Das Unternehmen bezieht zu 100 Prozent Ökostrom
und deckt mittlerweile bis zu 95 Prozent seines Fruchtbedarfs aus EU-Ländern.
Darüber hinaus bekennen sich die Schwartauer Werke zu einer nachhaltigen,
ganzheitlichen Unternehmensführung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Im Anschluss an die Präsentation erhielten die Mitglieder die
Gelegenheit, in zwei Gruppen zwei der drei Werke zu besichtigen. Unter der
Führung der beiden Geschäftsführer und weiterer Mitarbeiter der
Produktionsbereiche konnten die Gäste die Abläufe in der Herstellung von
Konfitüren und CORNY Müsliriegeln direkt vor Ort verfolgen. Dabei ergab sich
auch die Möglichkeit, mit Beschäftigten ins Gespräch zu kommen und Fragen zu
stellen, die den Alltag in der Produktion betreffen.
Austausch zwischen den Mitgliedern und der Geschäftsführung statt. Im
Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen für die Schwartauer Werke und
die Frage, wie politische Rahmenbedingungen verbessert werden müssten.
Diskutiert wurden unter anderem die mögliche Einführung einer Zuckersteuer,
Dokumentationspflichten, der notwendige Abbau bürokratischer Hürden sowie
Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Baugenehmigungen. Einig waren sich
Gastgeber und Besucher darin, dass bestimmte Verwaltungsprozesse deutlich
vereinfacht werden sollten. Zudem wurde die Idee begrüßt, Genehmigungsverfahren
für größere Bauvorhaben künftig über eine zentrale Anlaufstelle zu bündeln.