Gesundheitsexperten des Wirtschaftsrates Thüringen diskutieren EU-Gesundheitspolitik
Den Schwerpunkt bildete das ab 25. Mai 2020 in Kraft tretende EU-Regelung 2017/745 für Medizinprodukte und die daraus erwachsenden neuen Verpflichtungen für die Gesundheitswirtschaft.
Nach dem Impulsreferat des EU-Parlamentariers schätzten Podiumsgast Stefan Eschmann, Vorstandsvorsitzender CEO der KMG Kliniken SE die Auswirkungen aus Sicht der Krankenhäuser sowie aus Sicht der Medizinproduktehersteller als auch der Hilfsmittelbranche Podiumsgast RA Mario Hommel, Fachanwalt für Medizinrecht, Syndikusanwalt der Jüttner Orthopädie KG, die konkreten Auswirkungen und Mehrbelastungen für die Akteure ein.
Einhellig, insbesondere mit Blick auf die verordneten Re-Zertifizierungen von allein schon 450.000 Bestandsprodukten durch die stark reduzierte Anzahl von jetzt nur 58 Zertifizierungsstellen, wurde die Notwendigkeit einer Übergangsregelung gefordert. Weiter sprachen sich alle Anwesenden wegen des geschätzt etwa zehnprozentigen Kostenanstieg für eine Neubetrachtung der Pauschalen der Krankenkassen aus.