Unternehmer im Dialog mit CDU-Generalsekretär Dr. Carsten Linnemann MdB und dem Erfurter IHK-Präsidenten Dieter Bauhaus

Über 70 Unternehmer
verfolgten die Diskussion und stellten ihre Fragen. Im Fokus standen die Wirtschafts-,
Innovations- und Arbeitsmarktpolitik, die Attraktivität Deutschlands und
Thüringens als Arbeits- und Lebensmittelpunkt, Bildung sowie Infrastruktur.

Zustimmung erfuhr Dr.
Carsten Linnemann MdB, Generalsekretär der CDU Deutschlands, für seine
Ankündigung eines Kurswechsels „weg von einer belehrenden hin zu einer
pragmatisch-realen Politik“. Insbesondere um Planungssicherheit für die
Wirtschaft zu garantieren, gelte es, den jeweiligen Entscheidungsebenen abgegrenzte
Verantwortungen zuzuordnen. Aufgabe der Politik sei es, geeignete Rahmen zu schaffen
und nicht selbst zu entscheiden, welche Technologie am zukunftssichersten sei. Deutschland
habe mit seinen praxisnahen Forschungseinrichtungen, etwa den Fraunhofer-Instituten,
Fachhochschulen und Familienunternehmen, beste Voraussetzungen, wieder
„Innovationsstandort Nummer 1“ zu werden. Doch gelte es hierfür, junge
Ingenieure und Existenzgründer mit entsprechenden Freiräumen in Deutschland zu halten.


Auch Dieter Bauhaus,
Präsident der Industrie- und Handelskammer Erfurt, sah in der Rückbesinnung der
Politik auf die Schaffung von Rahmenbedingungen die Erfolgschance für
Bürokratieabbau, Fachkräftesicherung und Nachwuchsgewinnung. Er warnte vor
einer „bereits schleichenden Deindustrialisierung Thüringens. 85 Prozent
unserer Unternehmen beschäftigen weniger als zehn Mitarbeiter. Fehlt einem
Betrieb nur ein Mitarbeiter, können nur weniger Aufträge realisiert werden“. Im
Interesse Thüringens müssten Infrastrukturprojekte und die Reform der
Verwaltungen durch Aufgabenkonzentration umgesetzt werden..