DGB-Kongress: Wirtschaftsrat fordert Anerkennung der Realität
Anlässlich des mehrtägigen DGB-Kongress, bei dem auch Bundeskanzler Friedrich Merz sprach, mahnte der Wirtschaftsrat eine gemäßigte Rhetorik und eine Anerkennung der aktuellen wirtschaftspolitischen Realitäten an.
Die Augsburger Allgemeine zitiert dazu Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates: „Die
Wortwahl der DGB-Spitze erinnert zunehmend an vergangene Jahrzehnte statt an
die Herausforderungen der heutigen Arbeitswelt. Wer jede
Reformdebatte sofort als ‚Sozialabbau‘ diffamiert, verweigert sich der
Realität, dass Deutschland dringend wieder wettbewerbsfähiger werden muss, und
dazu gehören eben auch moderate Sozialabgaben und bedarfsgerechte
Einsatzmöglichkeiten für Arbeitnehmer.“ Letztlich würden alle verlieren, auch
die Beschäftigten, „wenn Betriebe nicht mehr wettbewerbsfähig sind und ihre
Arbeitnehmer entlassen müssen“. Weiterhin kritisiert Steiger die Gewerkschaften vor allem für ihre Blockade gegen die
Abschaffung des Achtstundentags. „Gerade die Debatte um flexiblere
Arbeitszeiten zeigt doch: Es geht nicht darum, Arbeitnehmerrechte abzuschaffen,
sondern darum, Arbeit besser an die Lebenswirklichkeit vieler Beschäftigter und
Unternehmen anzupassen“, so Steiger gegenüber der Augsburger Allgemeinen.
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