Erhard-Medaille für Weidmann
Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. zeichnet den ehemaligen Bundesbankpräsidenten
Jens Weidmann mit der Ludwig-Erhard-Medaille in Gold aus. Weidmann habe
sich in seinen zehn Jahren an der Bundesbankspitze und im EZB-Rat gegen
europäische Umverteilungspolitik gestellt und so für eine
stabilitätsorientierte Geldpolitik eingesetzt, begründete die
Präsidentin des Verbands Astrid Hamker vor den Gremien des Verbands die
Ehrung. Er sei einer der einflussreichen Mahner gegen Eurobonds und
gemeinsame Schuldenhaftung gewesen, "ein Mahner, dessen Stimme jetzt
leider fehlt". In der Schuldenkrise habe Weidmann für das
ordnungspolitische Grundprinzip gestanden, dass finanzpolitische
Handlungsfreiheit der EU-Mitgliedstaaten zwingend mit Haftung für
eingegangene Verbindlichkeiten einhergehen muss. Er stehe vorbildlich
für die Werte der Sozialen Marktwirtschaft, für die auch der 1963
gegründete Wirtschaftsrat wirbt. Die Verleihung der Medaille am 31. Mai
auf dem Wirtschaftstag in Berlin werde Weidmanns erster großer Auftritt
nach seinem Rückzug aus der Bundesbank 2021 sein. Laudator ist der
frühere Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Nach einer neuen
Mitgliederumfrage des Wirtschaftsrats genießt die Bundesbank mit 69 zu
24 Prozent weiterhin weitaus größeres Vertrauen als die EZB. Der
Wirtschaftsrat der CDU e.V. ist ein bundesweit organisierter
unternehmerischer Berufsverband mit etwa 12 000 Mitgliedern, hig.