Rede zur Lage der EU: Wirtschaftsrat kritisiert fehlende Signale für wirtschaftlichen Aufbruch
Als Reaktion auf die Rede von Ursula von der Leyen zur Lage der
EU hat der Wirtschaftsrat Medien mitgeteilt:
Anstatt einen Stein weit zu werfen, hat Ursula von der Leyen nur
einen Kiesel geschnipst. Die Themen bleiben kleinteilig und lassen die
entscheidenden Signale für den dringend nötigen wirtschaftspolitischen Aufbruch
vermissen. Europa braucht jetzt einen entschlossenen Wettbewerbs- und
Investitionsschub – Kapitalmarktunion, moderne Energieinfrastruktur, weniger
Bürokratie – statt weiterer Ankündigungen von Zentren und Gipfeln. Mit diesem
Klein-Klein wird die EU den USA und China nicht auf Augenhöhe begegnen.
Auch nach innen fehlt die nötige Klarheit: Angesichts der
zunehmend angespannten Verschuldung in der EU, die am Montag zu einer
Regierungskrise in Frankreich geführt hat, wäre ein Bekenntnis zur Stabilität
der Eurozone wichtig gewesen.
Daraus zitiert das Wirtschaftsbriefing POLITICO Pro Industrie
und Handel.