Wirtschaftsrat fordert Update in der EU-Autopolitik
Der Wirtschaftsrat hat sich gegenüber POLITICO wie folgt zu
den Auswirkungen der US-Zölle auf die europäische Autopolitik geäußert:
Die neuen Handelsabmachungen mit den USA – insbesondere der
pauschale 15 %-Zollsatz auf
einen Großteil europäischer Industrieexporte – erhöhen den Druck auf die EU,
ihre Regulierung im Automobilsektor zu überdenken. Die europäische
Autoindustrie wird nun doppelt belastet: Einerseits durch verschlechterte
Exportbedingungen in die USA, andererseits durch eine sehr strikte
EU-Regulatorik, etwa beim CO₂-Flottenziel und dem geplanten Verbrennerverbot ab
2035. Während die USA ihre Industrie konsequent fördern und nun auch noch durch
Zölle vermeintlich abschirmen, läuft Europa Gefahr, mit einem regulatorischen
Alleingang seine eigene industrielle Basis zu schwächen. Das zeigt: Die
EU-Autopolitik braucht dringend ein Update. Die EU sollte die vorgesehene
Überprüfung des Verbrennerverbots im Jahr 2026 nutzen, um Technologieoffenheit
und Wettbewerbsfähigkeit neu zu bewerten. E-Fuels als klimafreundliche Option
dürfen nicht länger ignoriert werden. Der Wirtschaftsrat der CDU fordert eine
Regulierung, die Klimaschutz, industrielle Realität und geopolitische
Entwicklungen zusammen denkt – statt ideologisch auf ein einziges
Antriebskonzept zu setzen.
„Die EU-Autopolitik braucht dringend ein Update“, wird
Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU, entsprechend im
POLITICO Pro-Newsletter Industrie und Handel zitiert. Das Flottenziel der EU
müsse überdacht werden. Die Autoindustrie sei einerseits durch Zölle
belastet, „andererseits durch eine sehr strikte EU-Regulatorik“.
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