Wirtschaftsrat: Mit der Aktivrente setzt Regierung widersprüchlich Anreize

BILD, dpa, Spiegel, Westdeutsche Allgemeine

Mit der im Koalitionsvertrag vereinbarten Aktivrente sollen
Rentnerinnen und Rentner bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei hinzuverdienen
können. Bestrebungen, um Menschen länger im Erwerbsleben zu halten, sind
grundsätzlich begrüßenswert – allerdings ist eine Aktivrente nach Auffassung
des Wirtschaftsrates nicht das Mittel der Wahl und setzt zudem widersprüchlich
Anreize. Das haben wir auch der BILD gesagt und damit ein breites Medienecho
erzielt.

Die Zeitung und zahlreiche weitere Medien zitieren unsere
Bedenken wie folgt: „Mit der Aktivrente werden unterschiedliche Signale
zugleich gesetzt. Es macht wenig Sinn, Arbeitnehmer durch teure finanzielle
Anreize in die Frühverrentung zu locken, um dann gleichzeitig mit anderen
teuren Anreizen dagegenzuarbeiten.“

Der Kern einer nachhaltigen Rentenpolitik sei vielmehr die
Abschaffung von Frühverrentungsanreizen und eine Kopplung des
Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung.

Unsere Positionierung können Sie in vollständiger Form exemplarisch im Online-Angebot des SPIEGEL nachlesen.