Wirtschaftsrat: Netze müssen Strom aus Erneuerbaren auch aufnehmen können

Tagesspiegel Background Energie & Klima

Nach der Anhörung zum Netzpaket und der damit einhergehenden öffentlichen Debatte rund um EEG-Novelle und dem energiepolitischen Kurs von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat sich der Wirtschaftsrat zu Wort gemeldet.

Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU: "Die Kritik an den Gesetzentwürfen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zur EEG-Novelle und zum Netzpaket übersieht, dass die Infrastrukturentscheidungen bei Erzeugungsanlagen und Netzen empfindlich auf die Strompreise durchschlagen. Die Strompreise sind in Deutschland bereits jetzt im Vergleich zu anderen Industrieländern zu hoch und führen im Verbund mit hohen Arbeitskosten und einer übermäßigen Regulierungsdichte jährlich zum Verlust von ca. 100.000 gut bezahlten Industriearbeitsplätzen. Es ist daher richtig, dass Katherina Reiche die Kosten stärker in den Blick nimmt und für einen regional ausgewogenen Ausbau der erneuerbaren Energien sorgen will. In bereits überlasteten Regionen muss zunächst der Netzausbau vorangetrieben werden, bevor dort zusätzlicher Strom erzeugt wird, der zwar nicht abtransportiert werden kann, aber von der Allgemeinheit bezahlt werden muss. Die Kritiker sollten hier das Gemeinwohl höher werten als betriebswirtschaftliche Einzelinteressen."

Daraus zitiert Tagesspiegel Background in seinem Briefing Energie & Klima.