Wirtschaftsrat veranstaltet Gesundheitssymposion und richtet Appell zum Bürokratieabbau an Bundesministerin
Bei seinem hochkarätig besetzten Gesundheitssymposion in Berlin übergibt der Wirtschaftsrat konkrete Forderungen zum Bürokratieabbau an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.
Darüber berichtet u.a. die WiWo, zitiert ausführlich aus den betreffenden Positionspapieren und gibt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, wie folgt wieder:
Die
Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung ist
von zentraler Bedeutung, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres
Wirtschaftsstandortes zu sichern. Würden die Beiträge steigen, belastet das die
Menschen wie die Unternehmen. Ein konsequenter Bürokratieabbau in
der Pflege und in Krankenhäusern bietet einen entscheidenden Hebel, um Kosten
nachhaltig zu reduzieren, Ressourcen gezielter einzusetzen und die
Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitswesens insgesamt zu stärken.
Tagesspiegel Backgroundschreibt:
Die Diskussion gestern zeigte deutlich, dass die Herausforderungen im
Gesundheitswesen gravierend sind. Die Bundesarbeitsgruppe Krankenhaus
des CDU-Wirtschaftsrats fordert in einem gestern veröffentlichten
Positionspapier unter anderem ein umfassendes Bürokratieabbaupaket,
damit Kliniken wieder mehr Zeit für die Versorgung von Patientinnen und
Patienten haben. Die Vielzahl an Nachweisen, Meldepflichten und Prüfungen
überlaste medizinisches und administratives Personal und verschärfe die
ohnehin angespannte finanzielle Lage vieler Häuser.
Beim Deutschen Ärzteblatt heißt es ergänzend:
Eine weitere Forderung: Abrechnungen sollten „ausschließlich digital, nach einheitlichen Standards und mit klar geregelten Schnittstellen“ erfolgen. Einheitliche digitale Abrechnungsprozesse könnten das Klinikpersonal nachhaltig entlasten – damit dies gelingt, müssten Investitionen in digitale Infrastruktur refinanziert werden.