Der EU-Gipfel als Chance für eine technologieoffene Mobilitätswende

Der EU-Gipfel mit Deutschland und Frankreich am 15. und 16. Oktober 2026 kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die europäische Automobilindustrie. Angesichts des wachsenden internationalen Wettbewerbsdrucks, hoher Energiepreise und zunehmender Investitionsunsicherheit braucht die exportorientierte Automobil- und Zulieferindustrie verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen.

Zugleich ist Europa auf offene Märkte und internationale Wertschöpfungsketten angewiesen, die sowohl europäische Exporte als auch Investitionen außereuropäischer Hersteller ermöglichen. Der Gipfel bietet die Chance für einen Kurswechsel hin zu mehr Technologieoffenheit in der europäischen Fahrzeugregulierung. Die vorgeschlagene Lockerung des faktischen Verbrenner-Aus ab 2035 ist ein erster Schritt, darf jedoch keine rein symbolische Öffnung bleiben. Neben batterieelektrischen Antrieben müssen auch Wasserstoff, e-Fuels und Biokraftstoffe entsprechend ihrer tatsächlichen Klimawirkung anerkannt werden – auch für die Bestandsflotte. 

Aus Sicht des Wirtschaftsrates muss deshalb gelten: Weniger Technologieverbote, starre Quoten und Bürokratie, stattdessen marktwirtschaftliche CO₂-Preissignale, Innovationsfreiheit und internationaler Wettbewerb. Nur so lassen sich Klimaschutz, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und Investitionssicherheit langfristig miteinander verbinden.


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