Positionspapier
Eine Außenwirtschaftsstrategie für ein starkes Europa
Der Wirtschaftsrat fordert deshalb, dass die EU unter deutscher Führung eine echte Außenwirtschafts- und Außenhandelsstrategie erarbeitet. Wer eigene Interessen nicht klar definiert, dem werden sie von anderen definiert.
Im Mittelpunkt stehen drei Handlungsfelder:
- Handelsabkommen fokussieren: Abkommen müssen wieder auf Handelsfragen beschränkt und schneller abgeschlossen werden, mit Indien, ASEAN und dem Asien-Pazifik-Raum als zentralen Partnern der Diversifizierung.
- Deutsche Führungsverantwortung: Die Bundesregierung soll eine verbindliche europäische Prioritätenliste für Handelsabkommen durchsetzen und die eigene Außenwirtschaftsförderung als „One-Stop-Shop“ bündeln.
- Binnenmarkt vollenden: Innereuropäische Handelshemmnisse wirken laut IWF wie Zölle von rund 44 Prozent bei Waren und 110 Prozent bei Dienstleistungen und schwächen Europas Position in jeder Verhandlung.
Binnenmarktvollendung und außenwirtschaftliche Diversifizierung sind damit keine getrennten Agenden, sondern zwei Seiten derselben Medaille. Nur eine wirtschaftlich starke und handlungsfähige Union kann sich in einer von Geopolitik geprägten Welt behaupten.
Hier können Sie unsere vollständige Position lesen.