Deutschland braucht einen Neustart für Wachstum und Innovationen

Astrid Hamker: Wettbewerbsfähigkeit und Technologieoffenheit müssen wieder Leitmotiv des Regierungshandels werden

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert
anlässlich seines Wirtschaftstages der Innovationen heute die Politik auf, den
Industrie- und Wirtschaftsstandort Deutschland wieder attraktiv zu gestalten.
„Die Innovationsschwäche und die damit nur langsam vorangehende Digitalisierung
in Deutschland sind eine große Herausforderung. Ein Ranking nach dem anderen
sendet die unmissverständliche Botschaft: Wir fallen im internationalen
Vergleich bei vielen Standortfaktoren kontinuierlich zurück. Im europäischen
Innovationsranking ist unser Land gerade noch Mittelmaß und bei der
Digitalisierung schneiden wir gerade einmal knapp über dem EU-Durchschnitt ab.
Um als Industrie- und Exportnation künftig noch mithalten zu können, braucht
Deutschland jetzt dringend ein leistungsstarkes Startup-Ökosystem als
Innovationstreiber, einen umfassenden Ausbau seiner digitalen Infrastruktur als
Wegbereiter für die digitale Transformation sowie für die Entwicklung und
Nutzung von Schlüsseltechnologien wie etwa künstlicher Intelligenz, und
schließlich eine resiliente Cybersicherheitsarchitektur“, fordert Astrid
Hamker, Präsidentin des Wirtschaftsrates.

„Für den Industrie- und Wirtschaftsstandort Deutschland sind
die sichere Verfügbarkeit von Energie und langfristig bezahlbare, international
wettbewerbsfähige Energiekosten elementar. Denn auch die digitale
Transformation wird deutlich mehr Energie konsumieren. Allein die KI-Branche
wird 2026 zehnmal so viel Strom benötigen wie noch 2023. Schätzungen zufolge
(Quelle: Goldman Sachs) wird der Strombedarf von Rechenzentren bis 2030 um 160
Prozent steigen. Während Deutschland ohne belastbare Alternative aus der
Kernkraft aussteigt, setzen Tech-Unternehmen wie Alphabet, Amazon, Microsoft
und Open AI auf neue Atomreaktortypen, um den Strombedarf ihrer Rechenzentren
zu sichern. „Deutschland braucht dringend einen radikalen Kurswechsel. Statt
Verzicht zu predigen, gilt es den Klimawandel mit technologischem Fortschritt
und mutigen Pioniergeist zu bekämpfen. Denn der Schlüssel sowohl für ein
höheres Produktionspotential als auch für den Strukturwandel der Wirtschaft -
CO2-armes Wirtschaften, Digitalisierung bis hin zu Demografie - liegt in
Innovationen und Technologien, nicht in Verboten und staatlichen Vorgaben“, ist
Astrid Hamker überzeugt.

„Unser Land braucht deshalb einen Neustart. Unabhängig
davon, wer die nächste Bundesregierung stellt, muss gelten:
Wettbewerbsfähigkeit und Technologieoffenheit müssen wieder zum Leitmotiv des
Regierungshandels werden. Deutschland ist nicht erfolgreich, weil Behörden die
Wirtschaft steuern oder Beamte in Ministerien einen sechsten Sinn für
Innovationen haben. Wir sind erfolgreich, weil Unternehmer Risiken eingehen,
Innovationen wagen und Verantwortung übernehmen. Die Wirtschaft braucht endlich
wieder eine Politik, die eine Ordnung schafft, Eigentum sichert, Wettbewerb
ermöglicht und Arbeitsmoral belohnt.