Wirtschaftsrat legt Außenhandelsstrategie vor
Der Wirtschaftsrat schlägt in einem aktuellen Positionspapier eine neue Außenwirtschaftsstrategie der EU unter deutscher Führung vor, berichtet Tagesspiegel Background. Europa müsse seine wirtschaftlichen und politischen Interessen klar definieren, statt sie sich von den USA und China diktieren zu lassen. Die transatlantischen Zollkonflikte und die geopolitische Konkurrenz der beiden größten Volkswirtschaften hätten Deutschland als Exportnation besonders hart getroffen.
Außenpolitisch dringt der Wirtschaftsrat zudem auf eine Diversifizierung der Partnerschaften – genannt werden unter anderem Indien, die ASEAN-Staaten, die Golfregion, Zentralasien sowie Lateinamerika und Afrika. Deutschland selbst müsse dabei über das Weimarer Dreieck mit Frankreich und Polen eine aktivere Führungsrolle übernehmen.
Auch POLITICO berichtet über das Papier: Handelspolitisch habe die Kommission in den letzten Jahren so viele Abkommen auf den Weg gebracht, wie seit Jahrzehnten nicht. Trotzdem müsse die Kommission „schneller und effizienter“ verhandeln. China bleibe ein ein wichtiger Handelspartner für die EU, so der Newsletter weiter. Aber die Beziehung müsse mehr auf Augenhöhe stattfinden. „Die EU muss bereit sein, ihre handelspolitischen Schutzinstrumente notfalls konsequent anzuwenden“, zitiert uns POLITICO Pro Brussels Decoded. Zudem berichtet das Medium auch in seinem Pro-Newsletter Industrie & Handel.
Das vollständige Positionspapier können Sie hier herunterladen.