EU-Gipfel: Forderungen des Wirtschaftsrates zur Automobilpolitik
Im Vorfeld des EU-Gipfels hat der Wirtschaftsrat ein Positionspapier zur Zukunft der europäischen Automobilindustrie vorgelegt. Darin fordert er eine technologieoffene Neuausrichtung der EU-Automobilpolitik, mehr Flexibilität bei den CO₂-Flottengrenzwerten und einen Verzicht auf protektionistische „Made in Europe“-Vorgaben.
Die Nachrichtenagentur Reuters greift die Forderungen des Wirtschaftsrates auf und berichtet über dessen Appell an die europäischen Staats- und Regierungschefs, den EU-Gipfel für eine Kurskorrektur bei der Automobilregulierung zu nutzen. Dabei zitiert Reuters auch Wirtschaftsrat-Generalsekretär Wolfgang Steiger, der sich für echte Technologieoffenheit, wettbewerbsfähige Standortbedingungen und offene Märkte ausspricht.
Die Reuters-Meldung wird unter anderem von Tagesspiegel Background und der österreichischen Tageszeitung Der Standard aufgegriffen.
Nach der offiziellen Bekanntgabe der deutsch-französischen Einigung in Bezug auf die Lockerung des Verbrenner-Aus und die “Made in Europe”-Vorgaben wandte sich der Wirtschaftsrat erneut mit einem Statement an die Medien:
"Die deutsch-französische Verständigung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Insbesondere der Verzicht auf eine Kompensationspflicht für die verbleibenden CO2-Emissionen ist zu begrüßen. Die vorgesehene Reduktion um 90 Prozent geht allerdings nicht weit genug, um einen echten Wettbewerb der Antriebstechnologien zu ermöglichen.
Vor allem darf die Lockerung des Verbrenner-Aus nicht mit neuen protektionistischen Vorgaben erkauft werden, die neue Handelskonflikte provozieren. Auch die mögliche Einbeziehung Großbritanniens ändert nichts daran, dass die geplanten ‚Made in Europe‘-Vorgaben auf einen wirtschaftspolitischen Isolationismus hinauslaufen. Europas Automobilindustrie braucht echte Technologieoffenheit und offene Märkte statt neuer regulatorischer Belastungen.“
Daraus zitieren auf Basis einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP unter anderem der Stern, Fuldaer Zeitung, General-Anzeiger Bonn und Die Rheinpfalz.