Zukunftsfähige Rente: Was wir von unseren Nachbarn lernen können
Die Frage, wie sich unser Rentensystem zukunftsfest gestalten lässt, hat die Republik in den vergangenen Wochen in Atem gehalten. Vor diesem Hintergrund hat der Wirtschaftsrat einen Blick in unsere europäischen Nachbarländer geworfen um zu schauen, wo wir etwas lernen können. Auf den ersten Blick könnte Österreich als Vorbild taugen, wo es im Schnitt höhere Renten gibt. Jedoch nur auf den ersten Blick. Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren unsere Bewertung wie folgt:
Die höhere Durchschnittsrente in Österreich sei ein Artefakt, da dort (zumindest anteilig) wesentlich mehr Menschen als in Deutschland in die gesetzliche Rentenkasse einzahlten, ohne je davon zu profitieren, heißt es in einer Analyse des CDU-nahen Verbands, der dieser Redaktion vorliegt. Denn in Österreich sind 15 Beitragsjahre erforderlich, um eine gesetzliche Altersrente zu bekommen in Deutschland sind es fünf Jahre.
Kritisch sieht der Verband den im Vergleich zu Deutschland höheren Rentenbeitragssatz. Zudem spielten die private und die betriebliche Altersvorsorge kaum eine Rolle. Das Fazit des Wirtschaftsrats: Vom österreichischen Alterssicherungssystem lässt sich höchstens lernen, wie man es nicht machen sollte." Am schwedischen Modell lobt der
Wirtschaftsrat der CDU den hohen kapitalgedeckten Anteil, unter anderem durch einen Staatsfonds. Dänemark habe den Zuzug in seine Sozialsysteme wirksam begrenzt. Die Niederlande fallen wegen ihrer breiten betrieblichen Altersvorsorge
positiv auf, die 90 Prozent der Arbeitnehmer erfasse, in Deutschland seien es nur 40 Prozent. Vor allem aber hebt der Wirtschaftsrat die Erhöhung des Renteneintrittsalters in den drei Staaten hervor: In Schweden sei eine Erhöhung auf 70 Jahre geplant, in Dänemark komme ein Anstieg von der zeit 67 Jahren auf 68 Jahreab2030,
auf 69 Jahre ab 2035 und schließlich auf 70 Jahre ab 2040. Die Niederlande wollten das Renteneintrittsalter von aktuell 67 Jahren auf 71Jahre bis 2067 anheben. Die Bewertung des CDU-nahen Verbandes: Vorbildlich.
Auch die BILD berichtet zu unserer Einschätzung und schreibt:
In der Debatte um die Zukunft der Rente in Deutschland tritt der CDU-Wirtschaftsrat für einen späteren Renteneintritt als mit 67 ein. Erforderlich sei eine „konsequente Erhöhung des Renteneintrittsalters auch über den 67. Geburtstag hinaus", so Generalsekretär Wolfgang Steiger. Durch die demografischen Veränderungen sei es an der Zeit für Strukturveränderungen.
Die FAZ greift unsere Positionierung ebenfalls auf, dort heißt es:
Der CDU-Wirtschaftsrat befeuert die Debatte über einen späteren Renteneintritt. Erforderlich sei eine „konsequente Erhöhung des Renteneintrittsalters auch über den 67. Geburtstag hinaus", sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Die vollständige Analyse des Wirtschaftsrates finden Sie unten zum Download.