Positionspapier
08.04.2026
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Stellungnahme zur Einführung einer europäischen Unternehmensform („EU Inc.“)

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Die europäische Startup- und Scaleup-Landschaft verfügt über ein enormes Innovationspotenzial – wird jedoch weiterhin durch fragmentierte rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen ausgebremst. Unterschiedliche nationale Vorschriften erschweren grenzüberschreitendes Wachstum, verzögern Prozesse und mindern die Attraktivität Europas im internationalen Wettbewerb. Mit dem Vorschlag der Europäischen Kommission zur Einführung einer einheitlichen europäischen Unternehmensform („EU Inc.“) im Rahmen des 28th Regimes eröffnet sich die Chance für einen echten Systemwechsel. Eine moderne, digitale und europaweit einheitliche Gesellschaftsform kann Gründungen beschleunigen, Skalierung erleichtern und den Standort Europa nachhaltig stärken. In unserer Stellungnahme begrüßen wir diesen Ansatz ausdrücklich – betonen jedoch zugleich: Der Erfolg wird maßgeblich davon abhängen, ob es gelingt, über formale Harmonisierung hinaus echte Vereinfachungen zu schaffen und nationale Sonderregelungen konsequent zu begrenzen. Nur dann kann die EU Inc. ihr volles Potenzial als „Game Changer“ für den europäischen Binnenmarkt entfalten.

Kernbotschaften des Wirtschaftsrates

  • EU Inc.: Chance für einen echten Systemwechsel im europäischen Unternehmensrecht: Einheitliche Rechtsbasis nur wirksam, wenn nationale Ausnahmen klar begrenzt werden; sonst bleibt Fragmentierung bestehen.
  • Digitale Prozesse und Vereinfachung als Standortvorteil erkennen: Gründung in 48 Stunden, digitale Kapitalmaßnahmen und Gesellschafterbeschlüsse senken Bürokratie, beschleunigen Abläufe und machen Europa für Startups und Investoren attraktiver.
  • Umsetzung ist das größte Risiko: Fehlende zentrale Register, nationale Zuständigkeiten und uneinheitliche Verfahren bedrohen Effizienz, Einheitlichkeit und Investorenvertrauen.

Lesen Sie hier unsere vollständige Einschätzung und zentralen Forderungen.