Investitionsstandort stärken, Wachstum finanzieren
Wie macht Deutschland sich wieder attraktiv als Investitionsstandort - und wer finanziert das Wachstum von Morgen? Diese zentralen Fragen wurde auf dem Wirtschaftstag auf einem hochkarätigen Panel erörtert. Unter der Moderation von Sandra Veseli, Managing Director der Ratingagentur Moodys, diskutierten mit Dr. Matthias Middelberg MdB, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Dr. Mathias Voelkel, CEO der Boerse Stuttgart Group, Dr. Markus Binder, CFO TenneT Deutschland, Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Tobias Vogel, CEO der UBS Europe SE, Lutz Diederichs, CEO der BNP Paribas Deutschland, und Frank Schönherr, Group Senior Country Officer Germany & Austria Credít Agricole führende Vertreter aus Finanzwirtschaft, dem Energiesektor und Politik über strukturelle Probleme. Die zentrale Botschaft: Deutschland braucht die Mobilisierung privaten Kapitals und verbesserte Rahmenbedingungen, um Wachstum und Innovation zu ermöglichen!
Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wie Deutschland wieder zu mehr Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Investitionsdynamik zurückfinden kann. Deutlich wurde, dass der Wirtschaftsstandort nicht an mangelndem Kapital oder fehlenden Ideen leidet, sondern vor allem an strukturellen Hemmnissen. Zu hohe Bürokratie, langwierige Verfahren, unzureichende Anreize für Innovationen und fehlende Reformbereitschaft bremsen Investitionen und schwächen die wirtschaftliche Dynamik. Deshalb braucht es jetzt entschlossene Strukturreformen, insbesondere bei Steuern, Sozialversicherungen und dem Arbeitsmarkt, um Wachstumskräfte wieder freizusetzen.
Deutschland und Europa müssen ihre Kapitalmärkte deutlich stärken und den Zugang zu Wagniskapital erleichtern, um Innovationen und Zukunftsunternehmen im Land zu halten. Gerade für Start-ups und Wachstumsunternehmen brauche es bessere Finanzierungsbedingungen sowie einen gemeinsamen europäischen Kapitalmarkt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass privates Kapital nur dort investiert wird, wo verlässliche Rahmenbedingungen bestehen. Politik muss deshalb wieder stärker Planbarkeit, Investitionssicherheit und Vertrauen schaffen.
Darüber hinaus wurde die Bedeutung leistungsfähiger Infrastruktur und einer resilienten Energieversorgung für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hervorgehoben. Investitionen in kritische Infrastruktur dürfen nicht länger durch komplizierte Verfahren und regulatorische Hürden ausgebremst werden. Insgesamt zog sich ein klarer Appell durch die Diskussion: Deutschland braucht weniger Bürokratie, schnellere Entscheidungen und eine konsequente Reformagenda. Nur wenn es gelingt, privates Kapital gezielt zu mobilisieren, Investitionen zu erleichtern und Innovation wieder stärker zu ermöglichen, kann der Wirtschaftsstandort nachhaltig gestärkt werden.