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29.01.2026
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BAG Raumfahrt - Strategische Neuaufstellung im Wirtschaftsrat

©Jens Schicke

Mit der neuen Bundesarbeitsgruppe Raumfahrt des Wirtschaftsrates bündelt der Wirtschaftsrat die Expertise von Mitgliedsunternehmen, um den geostrategischen Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Der intensive Austausch zwischen Industrie und Politik ist wichtiger denn je, denn der Wettbewerb um den Weltraum ist in vollem Gange.

Satellitentechnologie ist Teil unserer täglichen Infrastruktur sowie jeglicher Kommunikations- und Informationstechnologie. Daher ist Raumfahrt schon lange vom Prestigeobjekt zum zentralen Baustein moderner Wirtschafts- und Sicherheitspolitik geworden. Im Angesicht der zunehmenden geopolitischen Spannungen in der Welt stellt sich zunehmend die Frage nach staatlicher Handlungsfähigkeit und militärischer Resilienz, wobei satellitengestützte Kommunikation eine zentrale Rolle spielt. Um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern, müssen auch in der Raumfahrt ordnungspolitische Rahmenbedingungen geschaffen werden. 

„Raumfahrt ist längst kein Randthema mehr, sondern gewinnt zunehmend an strategischer Bedeutung für staatliche Handlungsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung“, erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU. „Deutschland muss stärker als bisher eine Raumfahrtnation werden.“ 

Genau aus diesem Grund hat der Wirtschaftsrat unter dem Vorsitz von Dr. Max Gulde, CEO constellr GmbH, die Bundesarbeitsgruppe Raumfahrt ins Leben gerufen, welche am 29. Januar 2026 ihre Auftaktsitzung im Hause des Wirtschaftsrates hatte. Mit wirtschafts- und sicherheitspolitischen Impulsen von Klaus-Peter Willsch MdB, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt, sowie Martin Lammert, Generalstabsoffizier im Planungsamt der Bundeswehr, berieten über 80 hochkarätige Industrievertreter über die Chancen und Herausforderungen, die auf Deutschland im internationalen Wettbewerb zukommen werden. 

„Souveränität im Weltraum entsteht nur durch ein starkes, breit aufgestelltes Raumfahrtökosystem“, betont Max Gulde, Co-Founder und CEO der constellr GmbH sowie Vorsitzender der Bundesarbeitsgruppe Raumfahrt. „Entscheidend ist, industrielle Kapazitäten und technologisches Know-how in Deutschland gezielt zu stärken und so Resilienz aufzubauen, um kritische externe wie auch interne Abhängigkeiten zu vermeiden. Unser Ziel ist es, Unternehmen und Politik in einen strukturierten Austausch zu bringen und die nachhaltige Weiterentwicklung der deutschen und europäischen Raumfahrt voranzutreiben.“

Unterstützt in seinem Vorsitz wird Dr. Max Gulde von den stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Manfred Horstmann, General Manager bei GlobalFoundries, und Daniel Metzler, CEO und Co-Founder der Isar Aerospace SE. Die Bundesarbeitsgruppe ist eine strategische Plattform, in welcher der Wirtschaftsrat relevante Stakeholder aus Politik, Bundesministerien und Wissenschaft in den Austausch mit ausgewählten Mitgliedsunternehmen bringt. Angesichts des internationalen Wettbewerbs um Technologie und souveränen Zugang zum All, ist genau dieser enge Austausch zwischen Unternehmen und Politik von zunehmender Bedeutung.