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18.12.2025
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Einsatzpotenziale von Künstlicher Intelligenz in Industrie und Energiewirtschaft

©Adobe Stock (Nittaya)

Künstliche Intelligenz (KI) hat sich als Schlüsseltechnologie etabliert, die nicht nur Prozesse optimiert, sondern auch neue Geschäftsmodelle ermöglicht. In der Industrie gilt KI als entscheidender Wettbewerbsfaktor – 78 % der Unternehmen sehen ihren Einsatz als unverzichtbar für die Wettbewerbsfähigkeit. Damit wird KI zu einem zentralen Baustein der digitalen Transformation in beiden Sektoren.

Industrie und Produzierendes Gewerbe: Effizienz durch Automatisierung und Voraussicht

Die Industrie befindet sich im Wandel, den KI maßgeblich mitgestaltet. Durch Automatisierung und intelligente Systeme können Unternehmen ihre Produktivität steigern und Kosten senken. Ein besonders wichtiger Treiber ist die Robotic Process Automation (RPA), die wiederkehrenden Aufgaben wie Datenverarbeitung oder Materialbestellungen automatisiert. Dies reduziert Arbeitsaufwände und Fehlerquellen. Der Einsatz von KI könnte das jährliche Produktivitätswachstum in der Industrie von 0,4 % auf bis zu 1,2 % steigern. 

Ein weiteres zentrales Potenzial bietet Predictive Maintenance: KI-Modelle analysieren Maschinendaten in Echtzeit und prognostizieren den besten Zeitpunkt für Wartungsmaßnahmen. Dies verhindert unerwartete Ausfälle, minimiert teure Reparaturen und verlängert die Lebensdauer von Anlagen.

Energiewirtschaft: KI als Schlüssel zur Integration Erneuerbarer Energien

Im Netzmanagement ermöglicht KI präzisere Prognosen für Strombedarf und -angebot, was Netzbetreibern hilft, Angebot und Nachfrage besser abzustimmen. Dies steigert die Stabilität der Energieversorgung und optimiert die Nutzung der Infrastruktur. Besonders wichtig ist der Einsatz von KI bei der Integration erneuerbarer Energien: Durch genauere Vorhersagen für Wind- und Solarstrom kann die Einspeisung effizienter gesteuert und die Netzstabilität erhöht werden.

Ein weiteres Feld ist die Energieeffizienz: KI-gestützte Systeme analysieren Energiedaten aus IoT-Sensoren und helfen Unternehmen und Kommunen, ineffiziente Verbrauchsmuster zu erkennen und gezielt Energie zu sparen. Diese Systeme ermöglichen eine Echtzeit-Steuerung des Energieverbrauchs, was sowohl Kosten senkt als auch zur Erreichung von Klimazielen beiträgt.

Fazit: Künstliche Intelligenz ist ein entscheidendes Werkzeug zur Effizienzsteigerung und Wettbewerbsfähigkeit in Industrie und Energiewirtschaft. Sie bietet enormes Potenzial für Kostensenkungen, Prozessoptimierungen und Innovationen. Um dieses Potenzial zu realisieren, sind politische Maßnahmen erforderlich, die den Ausbau der Infrastruktur, die Fachkräftesicherung und die digitale Souveränität sicherstellen. 

Der Wirtschaftsrat fordert eine Strategie, die technologische Exzellenz mit Nachhaltigkeit und Sicherheit vereint, um Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.