Hybride Sitzung der Landesfachkommission Digitalisierung: Künstliche Intelligenz als nächster Innovations-Zyklus
Hybride Sitzung der Landesfachkommission Digitalisierung: Künstliche Intelligenz als nächster Innovations-Zyklus
Am 14. Oktober 2025 fand in den Räumen der Langdock GmbH in Berlin eine spannende und hochkarätig besetzte hybride Sitzung der Landesfachkommission Digitalisierung des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Landesverband Berlin-Brandenburg, statt. Im Mittelpunkt stand das Thema: „KI als nächster Innovations-Zyklus – Chancen für Unternehmen und sinnvolle politische Rahmenbedingungen“.
Im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden Dr. Philipp Schlenkhoff konnte der Wirtschaftsrat mit dieser Sitzung erneut eine Plattform bieten, die führende Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Start-up-Szene miteinander ins Gespräch bringt. Ziel war es, die rasanten technologischen Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) nicht nur analytisch zu beleuchten, sondern konkrete Handlungsoptionen für den Standort Deutschland abzuleiten.
Impulse aus Politik und Technologie
Als besonderen Gast durfte die Kommission Thomas Jarzombek MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, begrüßen. In seinen Ausführungen machte Jarzombek deutlich, dass die KI-Revolution nur dann erfolgreich verlaufen kann, wenn Politik und Wirtschaft gemeinsam an klaren, zukunftsorientierten Strategien arbeiten.
Er betonte, dass Deutschland im globalen Wettbewerb nur bestehen könne, wenn Innovationen zügig marktfähig gemacht und durch ein modernes Regelwerk unterstützt werden. Dabei sprach sich Jarzombek für eine Doppelstrategie aus: einerseits konsequente Förderung von Forschung, Start-ups und angewandten Technologien, andererseits die Sicherstellung von Vertrauen, Datenschutz und ethischen Standards. Nur so könne KI zu einem echten Treiber von Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand werden.
Jarzombek unterstrich zudem, dass die Bundesregierung einen starken Fokus darauf lege, KI-Anwendungen in Schlüsselindustrien wie Mobilität, Gesundheit, Produktion und Verwaltung zu verankern. „Wir stehen vor der größten industriellen Transformation seit der Automatisierung. KI ist nicht nur eine Zukunftsvision, sie gestaltet bereits heute konkrete Arbeits-, Produktions- und Entscheidungsprozesse“, so der Staatssekretär.
Unternehmerische Praxis: Vorsprung durch Anwendungen
Ein inspirierendes Beispiel dieser Entwicklung gab Tobias Kempkes, Gründer der Langdock GmbH. Sein Unternehmen arbeitet an innovativen KI-Assistenzsystemen, die durch intelligentes Sprachverständnis, semantische Analyse und kontextbasierte Wissensverarbeitung Unternehmenskommunikation auf ein neues Niveau heben.
Kempkes schilderte eindrucksvoll, wie KI-Systeme strukturiertes Wissen in Echtzeit nutzbar machen und dadurch die Effizienz in Unternehmen deutlich erhöhen können. Gleichzeitig zeigte er auf, dass viele Unternehmen – insbesondere im Mittelstand – noch vor der Herausforderung stehen, geeignete Datenstrukturen, rechtliche Sicherheit und Akzeptanz im Betrieb aufzubauen. Sein Appell an die Politik: Investitionen in KI müssen durch verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen und digitale Infrastruktur flankiert werden.
Die anschließende Diskussion machte deutlich, wie unterschiedlich die Perspektiven aus Start-up-Welt und etablierter Wirtschaft teilweise sind – und wie sehr alle Seiten von einem offenen Austausch profitieren. Viele Teilnehmer betonten die Bedeutung von praxisnaher Regulierung, internationaler Wettbewerbsfähigkeit und zielgerichteter Förderung von Fachkräften.
Der Wirtschaftsrat als Wegbereiter der digitalen Transformation
Mit der Landesfachkommission Digitalisierung bietet der Wirtschaftsrat Berlin-Brandenburg ein starkes Forum, in dem Expertise aus Unternehmenspraxis, Forschung und Politik gebündelt wird. Vorsitzender Dr. Philipp Schlenkhoff betonte in seiner Einführung, dass die Gestaltung der digitalen und technologischen Zukunft zu den Kernaufgaben einer modernen Wirtschafts- und Standortpolitik gehöre.
Er sagte sinngemäß: „Künstliche Intelligenz ist kein Selbstzweck. Sie ist Werkzeug und Motor zugleich – für wirtschaftliche Effizienz, für gesellschaftlichen Fortschritt und für mehr Wettbewerbsfähigkeit in Europa. Entscheidend ist, dass Deutschland die Rahmenbedingungen schafft, damit Innovation in der Breite stattfinden kann.“
Mit Veranstaltungen wie dieser setzt die Landesfachkommission Digitalisierung ein starkes Signal: Der Wirtschaftsrat versteht sich nicht nur als Beobachter, sondern als aktiver Gestalter der Digitalisierung in Deutschland. Durch die enge Verzahnung von Praxiswissen, regulatorischen Fragen und politischer Entscheidungsfindung entsteht ein echter Mehrwert – sowohl für Unternehmen als auch für die öffentliche Debatte.
Die hybride Sitzung hat eindrucksvoll gezeigt: Künstliche Intelligenz steht für weit mehr als nur technische Innovation. Sie ist der Schlüssel zu einem neuen wirtschaftlichen Zeitalter, das smarte Prozesse, datenbasierte Entscheidungen und globale Wettbewerbsfähigkeit miteinander verbindet. Um dieses Potenzial zu heben, braucht es Mut zur Veränderung, unternehmerische Initiative – und eine Politik, die Innovation nicht behindert, sondern ermöglicht.
Der Wirtschaftsrat der CDU e.V., Landesverband Berlin-Brandenburg, wird diesen Dialog fortsetzen – fachlich fundiert, politisch wirksam und mit dem Ziel, den digitalen Wandel als Chance für nachhaltiges Wachstum zu gestalten.