Bericht
14.10.2025
Drucken

Landesfachkommission Mobilität zu Gast bei MILES Mobility

Sharing-Systeme als entscheidender Faktor für urbane Mobilität
©None


Am Dienstag, den 14. Oktober 2025, traf sich die Landesfachkommission Mobilität des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Landesverband Berlin-Brandenburg, zu einer besonderen Sitzung in den Räumlichkeiten der MILES Mobility GmbH am Tempelhofer Weg in Berlin. Unter der Leitung von Oliver Mackprang, Managing Director von MILES Mobility, stand der Abend im Zeichen zukunftsorientierter Mobilitätskonzepte und neuer Impulse für eine moderne, emissionsarme Verkehrspolitik.

Der Gastgeber begrüßte die Mitglieder mit einem Überblick über das Geschäftsmodell und die Entwicklung von MILES. Das Unternehmen ist das größte konzernunabhängige Carsharing-Unternehmen Deutschlands mit einer Flotte von über 15.000 Fahrzeugen, davon zunehmend elektrisch betriebenen Modellen. MILES Mobility ist in zwölf deutschen und mehreren europäischen Städten aktiv und gilt als ein zentraler Akteur in der urbanen Mobilitätswende. Die Teilnehmenden erhielten exklusive Einblicke in das Herzstück des Unternehmens – das digitale Flottenmanagement. Es steuert in Echtzeit Fahrzeugverfügbarkeit, operative Prozesse und Ladezyklen der E-Flotte und gilt als Paradebeispiel für datengetriebene urbane Logistik.​

Ein Bild, das Wand, Im Haus, Person, Text enthält.

KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

Im Mittelpunkt des inhaltlichen Teils stand der Impulsvortrag von Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin. Die CDU-Politikerin und frühere VBB-Geschäftsführerin, die seit Mai 2024 die Mobilitätspolitik der Hauptstadt verantwortet, skizzierte die strategischen Leitlinien der Berliner Verkehrspolitik unter dem Dach der Senatsverwaltung: Vernetzung, Nachhaltigkeit und Nutzungsvielfalt. In ihrer Rede mit dem Titel „Die Rolle von Sharing-Systemen in der städtischen Mobilität – Bestandsaufnahme und Ausblick“ betonte Bonde, dass geteilte Mobilität kein Randphänomen mehr sei, sondern eine tragende Säule der Gesamtstrategie Berlins zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs.​

Ein Bild, das Kleidung, Wand, Im Haus, Person enthält.

KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

„Carsharing, E-Scooter und Fahrradsysteme sind längst kein Nischenangebot mehr – sie sind Teil einer neuen urbanen Kultur des Unterwegsseins“, so Bonde. Ziel sei es, durch kluge Regulierung, intelligente Verkehrssteuerung und verlässliche Infrastruktur Sharing-Angebote nachhaltig in das Mobilitätssystem zu integrieren. Das Land Berlin treibe entsprechende Rahmenbedingungen aktiv voran – etwa durch die Ausweitung von Ladeinfrastrukturen und die Vereinfachung der Genehmigungsverfahren für Anbieter.​

In der anschließenden Diskussion zeigte sich, wie stark die Verzahnung von Wirtschaft, Verwaltung und Stadtplanung für eine erfolgreiche Verkehrswende ist. Unternehmerinnen und Unternehmer betonten, dass die Sharing-Ökonomie nur dann ihr Potenzial entfalten könne, wenn Daten, Raumkonzepte und rechtliche Vorgaben harmonisiert werden. Senatorin Bonde nahm Impulse aus der Praxis dankbar auf und verwies auf aktuelle Initiativen der Senatsverwaltung, etwa den „Leitfaden Carsharing-Stationen für Berlin“, der standardisierte Verfahren für verlässliche Stationen im Stadtgebiet schafft.​

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer lebhaften Führung durch das operative Zentrum der MILES Mobility GmbH. Die Teilnehmenden erfuhren, wie algorithmische Systeme Fahrzeugbewegungen steuern, Ladezyklen analysieren und Schadensmeldungen verarbeiten – alles mit dem Ziel, Ressourcen effizient und kundenfreundlich einzusetzen. Besonders eindrücklich zeigte sich, wie digitale Datenströme im Hintergrund die Grundlage für praktische ökologische Konzepte bilden.

Der Abend machte deutlich: Die Zukunft urbaner Mobilität wird digital, geteilt und vernetzungsorientiert sein. Der Besuch bei MILES Mobility verdeutlichte, wie praxisnah technologische Innovation, unternehmerische Dynamik und politische Strategie zusammengedacht werden können – ein exemplarisches Beispiel für die Rolle Berlins als Labor der Mobilitätswende.

„Unsere Aufgabe ist es, Innovation aktiv zu gestalten und gleichzeitig den Ordnungsrahmen so zu setzen, dass Mobilität für alle zugänglich, nachhaltig und wirtschaftlich bleibt“, fasste Senatorin Bonde abschließend zusammen.

Mit dieser Veranstaltung bewies die Landesfachkommission Mobilität erneut ihre Funktion als Plattform für strategischen Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Technologieanbietern – ganz im Sinne des Leitgedankens des Wirtschaftsrates, wirtschaftliches Handeln und politische Verantwortung zusammenzubringen.