Bericht
24.02.2026
Drucken

Resiliente Energieinfrastruktur in Berlin – Was müssen wir tun?

Energiekrise als Weckruf: Stärkung von Resilienz und Versorgungssicherheit in Berlin
©None

Gestern diskutierte der Junge Wirtschaftsrat des Landesverbandes Berlin-Brandenburg mit Marco Hahnfeld MdA (CDU) über die Resilienz der Energieinfrastruktur. Der Anschlag auf die Stromversorgung in der Hauptstadt hat deutlich gemacht, wie verletzlich selbst leistungsstarke Metropolregionen wie Berlin sein können. Die eisigen Wintertemperaturen wirkten als zusätzlicher Belastungsfaktor und verstärkten die Auswirkungen der Energiekrise. Umso deutlicher wurde, dass Resilienz kein abstraktes Konzept ist, sondern eine grundlegende Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit.

Ein Bild, das Im Haus, Mobiliar, Kleidung, Bürogebäude enthält.

KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

Energie bildet die Basis unseres Wohlstands. Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, industrielle Wertschöpfung, Digitalisierung und Klimaschutzmaßnahmen sind ohne eine verlässliche, bezahlbare und sichere Energieversorgung nicht denkbar. Versorgungssicherheit ist daher ein zentraler Standortfaktor für Berlin und Brandenburg.

Die jüngste Krise wirkte zugleich als Stresstest für staatliche und gesellschaftliche Strukturen. Dabei zeigte sich: Wo Zuständigkeiten klar geregelt sind, können pragmatische und wirksame Lösungen schnell umgesetzt werden. Komplexe Abstimmungsprozesse, unklare Verantwortlichkeiten und bürokratische Hürden hingegen verzögern notwendige Maßnahmen – gerade im Krisenfall.

Um die Widerstandsfähigkeit der Region zu stärken, bedarf es robuster öffentlicher Strukturen ebenso wie klar definierter Krisenmechanismen. Denkbar sind agile, interdisziplinär besetzte Krisenteams aus Verwaltung, Infrastrukturbetreibern, Unternehmen und Hilfsorganisationen, ausgestattet mit verbindlichen Entscheidungsrechten und klaren Zuständigkeiten. Gefordert ist ein pragmatischer Ansatz des Krisenmanagements.

Für den Jungen Wirtschaftsrat Berlin-Brandenburg ist Resilienz daher ein strategisches Zukunftsthema. Ziel ist es, öffentliche Infrastruktur, Verwaltungsprozesse und Krisenkommunikation weiterzuentwickeln und zugleich die Vorsorgekompetenz zu stärken. Nur im Zusammenspiel von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft kann die Region langfristig widerstandsfähiger werden.

Mit Blick auf den Stromausfall in Berlin lässt sich festhalten: Das Krisenmanagement hat insgesamt funktioniert. Gleichwohl sollte das Ereignis Anlass sein, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und systematisch Lehren aus der Situation zu ziehen. Gleichzeitig ist auch die Gesellschaft gefordert, durch mehr Eigenverantwortung zur Stärkung der Resilienz beizutragen.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Marco Hahnfeld MdA für die reichhaltigen Impulse und die spannende Diskussion und freuen uns schon jetzt auf den nächsten Austausch! 

Ein Bild, das Kleidung, Person, Anzug, Formelle Kleidung enthält.

KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.