Bericht
19.02.2026
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Strukturwandel in der Lausitz

Zwischen Kohleausstieg, Innovation, Investitionen und neuen wirtschaftlichen Perspektiven für die Region
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Die Sektion Süd-Brandenburg des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Landesverband Berlin-Brandenburg, diskutierte über den Strukturwandel in der Lausitz. Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch den Sektionsvorsitzenden Dr. Alexander Hewer, Kaufmännischer Vorstand, Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem. Im Zuge der Veranstaltung diskutierten Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrates mit den Impulsgebern Wolfgang Roick MdL (SPD), Vorsitzender Sonderausschuss Strukturentwicklung in der Lausitz sowie Harald Altekrüger (CDU), Landrat des Landkreises Spree-Neiße.

Die Lausitz steckt mitten im Strukturwandel. Dabei geht die Region Schritt für Schritt weg von der Braunkohle, hin zu erneuerbaren Energien. Mit dem Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) wurde im August 2020 der schrittweise Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2038 festgelegt. Die Redner dieser hochaktuellen Veranstaltungen zeichneten ein differenziertes Bild dieses Transformationsprozesses: Sie zeigten auf, welche Meilensteine die Lausitz bereits erreicht hat, benannten offen die konkreten Herausforderungen und machten zugleich deutlich, welche wirtschaftlichen und strukturellen Potenziale im Wandel liegen.

In ihren Impulsen erläuterten die Redner die rechtlichen Grundlagen des Strukturwandels. Der Landtagsabgeordnete Roick stellte zudem die Umsetzung zentraler Projekte sowie die maßgeblichen Förderinstrumente vor. Im Fokus stand insbesondere die Medizinische Universität Lausitz als Leuchtturmprojekt des Wandels. Mit ihrer bevorstehenden Eröffnung setzt die Region ein Signal für Wissenschaft und Innovation und will zugleich dem Ärztemangel langfristig entgegenwirken.

Auch Landrat Altekrüger äußerte sich optimistisch zur weiteren Entwicklung der Lausitz. Trotz aller Fortschritte bleibe die Bürokratie in einzelnen Fällen eine zentrale Hürde, die Prozesse verlangsame. Mit Blick auf die Zukunft betonte er die Notwendigkeit, Ansiedlungen gezielt zu fördern. Entscheidend sei dabei, die Attraktivität der Region konsequent weiter auszubauen, beispielsweise durch verlässliche Rahmenbedingungen und eine leistungsfähige Infrastruktur.

Auch in der anschließenden wirtschaftspolitischen Diskussion standen zentrale Zukunftsfragen im Mittelpunkt. Vor allem ging es darum, wie die Lausitz für ihre Bürger, insbesondere für junge Menschen, dauerhaft attraktiv bleiben kann. Einig war man sich: Die Region muss Perspektiven bieten, um Abwanderung zu verhindern und lebendige Städte zu sichern.

Wir bedanken uns herzlich bei Wolfgang Roick MdL (SPD), Vorsitzender Sonderausschuss Strukturentwicklung in der Lausitz sowie Harald Altekrüger (CDU), Landrat des Landkreises Spree-Neiße für die reichhaltigen Impulse und die spannende Diskussion und freuen uns schon jetzt auf den nächsten Austausch! Ebenfalls bedanken wir uns bei der LEAG GmbH Cottbus für die Gastfreundschaft.