LFK Energie- und Umweltpolitik

Energiewende gestalten: Versorgung sichern, Industrie stärken, Innovationen fördern, Klima schützen nachhaltig
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Die Energie- und Umweltpolitik zählt zu den zentralen Zukunftsfragen der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Die Region vereint einen einzigartigen Energiemix aus erneuerbaren Energien, Erdgas und Braunkohle und steht damit exemplarisch für die Herausforderungen und Chancen der Energiewende in Deutschland. Während der Anteil erneuerbarer Energien kontinuierlich wächst, sichern konventionelle Energieträger weiterhin die Stabilität des Systems – insbesondere in Zeiten, in denen weder Wind noch Sonne ausreichend Energie liefern.

Gleichzeitig erfordert die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft tiefgreifende strukturelle Veränderungen. Der Ausbau erneuerbarer Energien – gerade im urbanen Raum Berlins – muss beschleunigt, Planungs- und Genehmigungsverfahren effizienter gestaltet und die Stromverteilnetze modernisiert werden, um eine zuverlässige Integration neuer Energiequellen zu gewährleisten. Besonders im Bereich der Wärmeversorgung zeigt sich der Handlungsdruck deutlich: Die hohe Abhängigkeit von Erdgas in der Fernwärme erfordert den konsequenten Ausbau nachhaltiger Alternativen wie Geothermie, Biomasse, Power-to-Heat und die Nutzung industrieller Abwärme.

Auch die Industrie steht im Zentrum dieses Wandels. Eine verlässliche, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung ist Grundvoraussetzung für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig verändern Digitalisierung, neue Technologien wie Power-to-X und steigende klimapolitische Anforderungen die Energie- und Produktionslandschaft grundlegend. Zukunftstechnologien wie CO₂-arme Produktionsverfahren werden zunehmend zum Standard und eröffnen neue wirtschaftliche Perspektiven.

Ein weiteres zentrales Thema ist die Rohstoffversorgung der Region. Brandenburg trägt mit Braunkohle, Erdgas sowie Baurohstoffen wie Kies und Sand wesentlich zur Versorgung der Hauptstadtregion bei. Gleichzeitig führen steigende regulatorische Anforderungen und Nutzungskonflikte zu wachsenden Herausforderungen bei der Sicherung heimischer Rohstoffe. Eine ausgewogene Balance zwischen Naturschutz und wirtschaftlicher Nutzung ist daher entscheidend, um Abhängigkeiten von Importen und zusätzliche CO₂-Belastungen durch lange Transportwege zu vermeiden.

Hinzu kommt der tiefgreifende Strukturwandel in der Lausitz, der neue wirtschaftliche Perspektiven erfordert und aktiv gestaltet werden muss. Der Erfolg dieses Transformationsprozesses hängt maßgeblich von klaren politischen Rahmenbedingungen, Investitionssicherheit und einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz ab.

Die Landesfachkommission Energie- und Umweltpolitik setzt genau an diesen Punkten an. Sie bringt Akteure aus Energieerzeugung, Industrie, Umweltwirtschaft und Politik zusammen und fördert den intensiven Dialog zwischen allen Beteiligten. Ziel ist es, tragfähige Lösungen für eine sichere, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung zu entwickeln und gleichzeitig die industrielle Basis der Region zu stärken.

Dabei orientiert sich die Arbeit der Kommission an klaren Leitlinien: Technologieoffenheit, marktwirtschaftliche Ansätze und eine faire Kostenverteilung. Sie setzt sich für verlässliche Rahmenbedingungen ein, die Investitionen ermöglichen, Innovationen fördern und die Transformation hin zu einer klimafreundlichen Wirtschaft aktiv unterstützen. Gleichzeitig engagiert sie sich dafür, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben, die Energieinfrastruktur zu modernisieren und den Dialog zwischen energieerzeugenden und -verbrauchenden Unternehmen zu stärken.

So trägt die Landesfachkommission Energie- und Umweltpolitik dazu bei, die Energiewende in Berlin-Brandenburg praxisnah, wirtschaftlich tragfähig und ökologisch sinnvoll zu gestalten – und die Region langfristig als wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Energiestandort zu positionieren.