Bericht
24.02.2026
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Bremerhaven spielt für die Bundeswehr eine strategisch bedeutende Rolle

Business Lunch mit Stadtrat Maximilian Charlet
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Beim Business Lunch in Bremerhaven begrüßte Sektionssprecher Philipp von der Heide Bremerhavens Baustadtrat Maximilian Charlet. Seit etwa einem Jahr ist Charlet für die Stadtentwicklung zuständig. Welche Herausforderungen ihm dabei begegnet sind und welche Vorhaben er verfolgt, durften die Mitglieder beim Lunch im Ristorante Scala erfahren.

Ein erstes großes Thema ist die öffentliche Infrastruktur, wie Straßen, Brücken und der öffentliche Nahverkehr. Hier wird zu wenig investiert und falsche Prioritäten gesetzt.

Ein zweites relevantes Thema für Charlet ist die Nähe zu Niedersachsen. Der Wohnraum im Umland ist günstiger, daher für viele Menschen attraktiver. Ziel müsse es sein, die Stadt wieder lebenswerter zu machen, um im Wettbewerb mit dem niedersächsischen Umland zu bestehen. Dazu müssten sogenannte „Problemimmobilien“ in den Griff bekommen werden. Über 300 Immobilien stünden unter Beobachtung und sollen laut Charlet künftig systematisch – zwei Mal pro Woche über ein Jahr hinweg – kontrolliert werden. Um eine Verbesserung der Lage zu erreichen, sei es wichtig, dass Fehlverhalten Konsequenzen habe. Dafür brauche es Durchhaltevermögen, zumal der Rechtsrahmen schwierig sei.

Ein sehr aktuelles und bedeutendes Thema sind die Milliardeninvestitionen des Bundes in die Hafeninfrastruktur in Bremerhaven. Charlet betonte, dieses Geld müsse zügig verbaut werden. Bremerhaven spielt für die Bundeswehr eine zentrale Rolle. Entsprechend ist vorgesehen, die Hafeninfrastruktur zukunftsfähig und bedarfsgerecht auszubauen. Darin lägen große Chancen für die Stadt.

Mit den geplanten Investitionen eröffnen sich zudem Perspektiven für die Ansiedlung von Zulieferbetrieben und industrienahen Dienstleistern. Insbesondere in den Bereichen Logistik, Bau, Technik und Wartung kann zusätzliche Wertschöpfung in der Region entstehen. Voraussetzung dafür sind attraktive Gewerbeflächen, eine leistungsfähige Infrastruktur sowie verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen.

Es brauche jetzt eine klare Zielrichtung und eine intensive Kommunikation in allen Bereichen.