Wirtschaftsrat Bremen sieht dringenden Handlungsbedarf beim Winterdienst
Müller-Arnecke: „Schon bei ein wenig Schnee wird deutlich, dass die Stadt ihrer Aufgabe nicht gerecht wird.“
Bremen, 26.01.2026 – Der Landesverband Bremen des Wirtschaftsrates kritisiert die unzureichenden Winterdienstmaßnahmen in Bremen. Trotz frühzeitig angekündigter Schneefälle blieben nicht nur viele Hauptverkehrsstraßen, sondern auch Zufahrten zu Autobahnen am Morgen des ersten Werktages der Woche weder geräumt noch gestreut. Die fehlende Räumung dieser Verkehrswege gefährdet nicht nur Pendler, sondern auch die Versorgung von Unternehmen und die gesamte Logistik in Bremen.
„Die Schneelagen waren seit Tagen vorhergesagt – dennoch kam es zu einem erneuten und unzumutbaren Versagen bei der Straßenräumung“, erklärt Jörg Müller-Arnecke, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Bremen. „Schon beim Schneesturm vor zwei Wochen wurde nichts unternommen, um Straßen und Gehwege ausreichend von Schnee und Eis zu befreien. Das ist für die Menschen nicht mehr akzeptabel.“
Der Wirtschaftsrat Bremen macht darauf aufmerksam, dass
viele Beschäftigte aus den äußeren Stadtteilen und dem Umland auf ihr Auto als
einzig verlässliches Verkehrsmittel angewiesen sind und nicht kurzfristig ins
Homeoffice ausweichen können. Eine funktionierende, sichere
Verkehrsinfrastruktur ist damit ein wesentlicher Standortfaktor für
Unternehmen, Beschäftigte und die Wirtschaft insgesamt.
Der Landesverband appelliert an die Bremer Verantwortlichen, ihre Kapazitäten
im Winterdienst kritisch zu prüfen und bei Bedarf auf externe Dienstleister
zurückzugreifen. In umliegenden Gemeinden werden seit Jahren erfolgreich
Garten- und Landwirtschaftsbetriebe sowie Straßenbau- und Tiefbauunternehmen
für Räum- und Streueinsätze eingesetzt – in Bremen nicht.
„Die Stadt muss ihrer Verantwortung für die öffentliche Sicherheit gerecht werden“, so Müller-Arnecke weiter. „Wenn die internen Ressourcen dafür nicht ausreichen, müssen diese Aufgaben an leistungsfähige externe Partner vergeben werden – das ist kein Luxus, sondern eine zwingend erforderliche Absicherung für Pendler, Unternehmen und die Versorgung der Stadt.“ Organisatorische Engpässe müssen daher dringend behoben werden.