Wirtschaftsrat Landesverband Bremen: Lufthansa-Verbindung Bremen–Frankfurt muss erhalten bleiben
Jörg Müller-Arnecke: „Der Bremer Senat darf nicht tatenlos zusehen, wie Bremen bei der internationalen Anbindung Schritt für Schritt an Bedeutung verliert.“
Bremen, 11.05.2026 - Der Wirtschaftsrat Bremen zeigt sich besorgt über die angekündigte Einstellung der Lufthansa-Verbindung zwischen Bremen und Frankfurt. Die Strecke ist für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Bremen von zentraler Bedeutung.
„Die Verbindung Bremen–Frankfurt ist keine Luxusverbindung, sondern eine essenzielle Lebensader für Wirtschaft, Wissenschaft und internationale Erreichbarkeit unserer Region“, erklärt Jörg Müller-Arnecke, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrats Bremen. „Der Bremer Senat darf nicht tatenlos zusehen, wie Bremen bei der internationalen Anbindung Schritt für Schritt an Bedeutung verliert“, so Müller-Arnecke weiter. Über das Drehkreuz Frankfurt seien zahlreiche Bremer Unternehmen an internationale Märkte angebunden.
Der Wirtschaftsrat Bremen fordert den Bremer Senat auf, gemeinsam mit Lufthansa, dem Flughafen Bremen und dem Bund alle Möglichkeiten zum Erhalt der Verbindung auszuschöpfen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten braucht Bremen bessere Anbindungen und keine zusätzlichen Standortnachteile.
Der Wirtschaftsrat Bremen fordert die Wirtschaftssenatorin auf, sich klar zum Erhalt der internationalen Erreichbarkeit Bremens zu bekennen. „Senatorin Vogt muss dabei auch innerhalb ihrer eigenen Fraktion unmissverständlich klarstellen, dass sich wirtschaftsfeindliche Standortbedingungen zunehmend negativ auf Bremen auswirken und dringend korrigiert werden müssen“, erklärt Müller-Arnecke.
„Während andere Regionen aktiv um Investitionen und internationale Verbindungen kämpfen, verliert die Hansestadt als Handels- und Exportstandort eine wichtige Anbindung. Damit verliert Bremen nicht nur symbolisch, sondern auch ganz konkret an Erreichbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit“, so Müller-Arnecke weiter.
Kritisch sieht Müller-Arnecke zudem die jüngsten Aussagen aus der Bremer Regierungskoalition, wonach innerdeutsche Flugverbindungen grundsätzlich verboten werden sollen. „Wer die Anforderungen an betriebliche und internationale Mobilität ideologisch verkürzt betrachtet, verkennt die Realität eines modernen Wirtschaftsstandorts. Geschäftsreisen und internationale Anschlussverbindungen lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen“, so Müller-Arnecke.