Bericht
05.03.2026
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Politische Diskussion und Bestandsaufnahme der Sicherheitslage in Mecklenburg-Vorpommern

Schutz kritischer Infrastrukturen wichtiges Thema
©Wirtschaftsrat der CDU e.V.

In der Marinetechnikschule in Kramerhof fand eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zur aktuellen Sicherheitslage in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Veranstaltung brachte Experten und Entscheidungsträger aus Politik, Militär, Verwaltung und Wirtschaft zusammen, um über die Herausforderungen im Bereich der inneren Sicherheit und des Schutzes kritischer Infrastruktur zu diskutieren.

Fokus auf Schutz kritischer Infrastruktur

Das zentrale Thema der Diskussion war die Frage, wie Mecklenburg-Vorpommern angesichts der sich verändernden sicherheitspolitischen Lage im Ostseeraum seine kritische Infrastruktur effektiv schützen kann. Insbesondere wurden die Risiken und potenziellen Bedrohungen durch vernetzte Infrastrukturen sowie deren Auswirkungen auf die Versorgungsketten thematisiert. Küstenländer bilden dabei immer das Tor zu diesen Räumen.

Die Veranstaltung wurde von Rolf Hoffmann, Vorsitzender der Landesfachkommission Digitalisierung, moderiert. Er führte souverän durch die Diskussion und sorgte dafür, dass alle Aspekte der komplexen Thematik beleuchtet wurden.

260305_Kritis_Gruppenbild.jpgFoto: Wirtschaftsrat der CDU e.V.

Neben dem Eingangsstatement von Christian Pegel, dem Minister für Inneres und Bau in Mecklenburg-Vorpommern, nahmen auch hochrangige Vertreter aus der militärischen und zivilen Sicherheitslandschaft teil:

  • Flottillenadmiral Ulrich Reineke, Kommandeur des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern, sprach über die sicherheitspolitischen Herausforderungen der Region und die notwendige Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Akteuren.
  • Kapitän zur See Matthias Braband, Kommandeur der Marinetechnikschule in Parow, betonte die Rolle der maritimen Sicherheitsarchitektur in der Ostseeregion.
  • Jens Washausen, Sicherheits- und Krisenberater, lieferte wertvolle Perspektiven zur Resilienz von Unternehmen und Behörden gegenüber sicherheitsrelevanten Risiken.
  • Tim Brauckmüller, Geschäftsführer der aconium GmbH, gab einen tiefen Einblick in das Thema des zivilen Schutzes entlang dieser Versorgungsketten und in die Notwendigkeit, diese vor möglichen Angriffen oder Ausfällen zu sichern.

Das Ziel der Veranstaltung war es, ein gemeinsames Verständnis der aktuellen Sicherheitslage zu entwickeln und Handlungsbedarfe für die politische und gesellschaftliche Diskussion zu benennen. In zahlreichen Beiträgen und Diskussionen wurden nicht nur konkrete Risiken und Bedrohungen identifiziert, sondern auch Lösungsansätze für eine effektive Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erarbeitet. So sind fünf Prozent der Bundeswehr in Mecklenburg-Vorpommern stationiert, und das Land bietet als Flächenland mit freien Arealen und Zugang zu Energie ideale Voraussetzungen für Produktion und Lagerung.

Die Veranstaltung bot einen wichtigen Raum für Vernetzung, in dem sich die Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen – Politik, Verwaltung, Sicherheitsbehörden und Wirtschaft – miteinander austauschen konnten. Dies förderte den Dialog und die Entwicklung von Ideen, wie Mecklenburg-Vorpommern besser gegen zukünftige Bedrohungen gewappnet werden kann.

Fazit

Die Podiumsdiskussion war ein wichtiger Schritt hin zu einer stärkeren Vernetzung und Zusammenarbeit aller relevanten Akteure im Bereich der Sicherheitspolitik und des Schutzes kritischer Infrastruktur. Die Veranstaltung hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, die Herausforderungen der Sicherheitslage gemeinsam anzugehen und die Resilienz der Region gegenüber potenziellen Bedrohungen kontinuierlich zu verbessern.

Mit dem Ziel, eine nachhaltige und effektive Sicherheitsstrategie für Mecklenburg-Vorpommern zu entwickeln, wurde ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung einer sicheren Zukunft für die Region gemacht.