Bericht
24.02.2026
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Unternehmerfrühstück der Sektion Hannover mit dem DEHOGA Niedersachsen

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Beim Unternehmerfrühstück der Sektion Hannover des Wirtschaftsrates Niedersachsen standen die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven des Gastgewerbes im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Das Gastgewerbe im Spannungsfeld zwischen Mitarbeitermangel und Kostendruck“ begrüßte die Sektion zwei ausgewiesene Branchenexpert:innen: Kirsten Jordan, Geschäftsführerin des Bezirksverbandes Hannover des DEHOGA Niedersachsen, sowie Dirk Breuckmann, Präsident des DEHOGA Landesverbandes Niedersachsen.

 

Struktur und Bedeutung des DEHOGA

Zu Beginn stellte Frau Jordan das Modell und die Struktur des DEHOGA vor. Der Branchenverband vertritt die Interessen des Hotel- und Gaststättengewerbes auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene und fungiert als zentrale Stimme gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.

Dabei wurde deutlich: Das Gastgewerbe ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Mit einem Umsatz von 115,2 Milliarden Euro (Stand September 2025), rund 202.000 Betrieben, etwa 2,2 Millionen Beschäftigten sowie 51.000 Auszubildenden ist die Branche ein zentraler Arbeitgeber. Jeder 17. Arbeitsplatz ist direkt oder indirekt vom Gastgewerbe abhängig.

 

Rückblick auf die Corona-Pandemie

Im Rückblick auf die Corona-Pandemie sprachen die Referent:innen von einer „Vollbremsung mit historischen Verlusten“. Die Zahl der Betriebe sank um mehr als 20.000 Unternehmen; die Beschäftigung ging um rund 200.000 Arbeitsplätze zurück. Kaum eine andere Branche war von den Einschränkungen so unmittelbar und massiv betroffen.

 

Aktuelle Herausforderungen

Heute steht das Gastgewerbe weiterhin unter erheblichem Druck. Die größten Herausforderungen sind:

  • steigende Kosten für Lebensmittel und Getränke
  • deutlich erhöhte Energiepreise
  • wachsende Personalkosten
  • anhaltender Fach- und Arbeitskräftemangel

Diese Faktoren treffen auf eine Branche, die traditionell mit vergleichsweise geringen Margen arbeitet.

 

Lehren aus der Krise

Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Gastronomie aus der Krise gelernt hat: Viele Betriebe haben ihre Prozesse und Wirtschaftlichkeit intensiv überprüft, Öffnungszeiten angepasst und Ruhezeiten ausgeweitet. Effizienzsteigerungen, Digitalisierung und eine stärkere Fokussierung auf wirtschaftlich tragfähige Konzepte gehören inzwischen zum unternehmerischen Alltag.

 

Positive Entwicklung seit 2025

Seit 2025 zeichnet sich eine positive Entwicklung ab. Die Umsätze stabilisieren sich und besonders erfreulich ist der Anstieg bei den Auszubildendenzahlen. Das stimmt die Branche zuversichtlich und zeigt, dass das Gastgewerbe weiterhin attraktive Perspektiven bietet.

Abschließend wurde deutlich: Trotz aller Herausforderungen blickt das Gastgewerbe mit vorsichtigem Optimismus nach vorn. Engagement, Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft bleiben die entscheidenden Erfolgsfaktoren.

 

Der Wirtschaftsrat Niedersachsen bedankt sich bei Kirsten Jordan und Dirk Breuckmann und wünscht der Branche weiterhin viel Erfolg!